Sir Sean Connery mit 90 Jahren verstorben

~ ACHTUNG ~

Alle User, die sich bis einschl. 14.05.2017 registriert haben, können sich mit den ihnen bekannten Zugangsdaten einloggen.
Diejenigen, die sich danach auf der NOX-Hauptseite registriert haben und sich nun einloggen möchten, werden darauf hingewiesen, dass Main und Forum keine vereinheitlichte Benutzerdatenbank haben. Es sind zwei völlig unterschiedliche und getrennte Systeme. Es muss sich für das Forum ein wiederholtes Mal registriert werden!

  • Mein Lieblingsschauspieler ist leider verstorben.

    FILE-Sean-Connery-Dies-Aged-90.jpg


    Der schottische Ex-James Bond-Star Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie mit, wie der britische Sender BBC am Samstag berichtete. Der im Jahr 1930 in Edinburgh geborene Connery war der erste James-Bond-Darsteller - und für viele Fans auch der beste. Der Schotte spielte den britischen Geheimagenten zwischen 1962 und 1983 sieben mal.


    Connery wurde am 25. August 1930 als Sohn eines Fernfahrers und einer Putzfrau in Fountainbridge, einer Arbeitervorstadt von Edinburgh, geboren. Früh ging er von der Schule ab, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und kam über Umwege zum Schauspiel.


    Seinen einzigen Oscar bekam Connery 1988 für eine Nebenrolle als erfahrener Polizist in dem Gangsterfilm „Die Unbestechlichen“, diesmal an der Seite von Kevin Costner. Im Jahr 2000 wurde Connery von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben und durfte sich seither Sir Sean nennen.


    RIP


  • Für viele war er der einzig Wahre James Bond aber auch sonst ein klasse Schauspieler.

    R.I.P



    24931399kq.gif                                                                                          24932369dw.gif


    Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein

  • Für mich der echte James Bond - Sean Connery!


    R.I.P.


    33324620jc.png

    Der Ausgang des Menschen

    aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit

    :hutab:

    :entspann:Leute die auf Stelzen gehen, können in die Ferne sehen, sie können den Himmel berühren und passen nicht mehr durch die Türen.:supi:







  • Einer, meiner Meinung nach, von den gaanz Großen der jetzt gegangen ist. :(


    R.I.P Sean


    Zitat

    Der erste James-Bond-Film "Dr. No" kam 1962 heraus, der zweite "Liebesgrüße aus Moskau" folgte 1963. "Goldfinger" wurde 1964 einer der größten kommerziellen Erfolge der Filmgeschichte überhaupt. Es folgten "Feuerball" (1965) und "Man lebt nur zweimal" (1967), mit dem Connery vorläufig Abschied von der Bond-Rolle nahm. 1970 ließ sich Connery aber noch einmal überreden, als "007" in "Diamantenfieber" (1971) aufzutreten. Ein letztes Mal spielte er den Bond 1982 in "Sag niemals nie".


  • Der höfliche Mister Connery



    Connery 1962 als James Bond

    Connery 1962 als James Bond Bild: all4prices

    Sean Connery wirkte dank seines Körpers rauh und barbarisch, doch er konnte auch zivilisiert auftreten. Um zu überzeugen, musste er stets nur er selbst sein. Mit 90 Jahren ist er nun gestorben.



    Der Tod eines solchen Mannes ist der Beginn der Erinnerung an sein Leben – und Sean Connery würde es vermutlich gar nicht gefallen, wenn wir, seine Bewunderer, jetzt nostalgisch würden und anfingen, uns nach besseren Zeiten zu sehnen, nach einer Welt, in der Männer angeblich noch Männer waren.


    Denn erstens war Connery immer ein Mann für die Gegenwart; noch als alter Herr strahlte er im Kino meistens die Zuversicht aus, dass das Beste womöglich erst noch vor ihm liege. Und zweitens ist es zugleich eine ganz einfache und höchst komplizierte Sache, mit Sean Connery und der Männlichkeit. Ja, er schien, lange bevor der erste Satz gesprochen oder die erste schauspielerische Aktion gestartet war, eine ganz enorme Wirkung zu haben. 1958, so erzählen es sich die Filmhistoriker, bestand die große und damals sehr mächtige Filmdiva Lana Turner darauf, dass der damals noch absolut unbekannte Connery in dem Film „Another Time, Another Place“ ihre Affäre spielen durfte. Johnny Stompanato, Turners Liebhaber und ein gefürchteter Gangster, war eifersüchtig, bedrohte Connery mit einer Pistole und drohte, ihn zu erschießen, falls da etwas laufen sollte zwischen den beiden. Connery packte ihn am Handgelenk und entriss ihm die Pistole, worauf Stompanato aus dem Studio floh.

    Es war also keine ganz abwegige Entscheidung, diesem Connery die Rolle eines Geheimagenten zu geben, der dauernd solchen Leuten begegnet und die Lizenz zum Töten hat. Aber anfangs wollten die Produzenten lieber David Niven oder Cary Grant, Engländer also, die wirkten, als hätten sie Stil und Klasse und Britishness schon im Kindergarten gelernt. Connery war Schotte und ein Kind der Unterschicht, Sohn eines Fernfahrers und einer Putzfrau; die Schule hatte er ohne Abschluss verlassen, danach als Baggerfahrer, Pferdekutscher, Möbelpolierer gearbeitet und es nebenher als Bodybuilder zum schottischen Meister gebracht.

    Eine proletarische Form der Männlichkeit

    Und genau so sah er eben aus. Eine muskulöse, starkbehaarte, proletarische Form der Männlichkeit, die genau dafür scheinbar nicht geeignet war: für elegant geschnittene Einreiher, noch elegantere Dialoge und die Kunst, am Klang der Eiswürfel die Marke des Gins im Martini-Cocktail zu erkennen.


    69891210.jpg


    Ehemaliger James Bond : Filmstar Sean Connery im Alter von 90 Jahren gestorben


    Für die männlichen Fans war James Bond immer auch die monströse Angestelltenphantasie von ausgedehntesten Dienstreisen und unerschöpflichen Spesenkonten und vielen, völlig unriskanten Affären. Sean Connery als James Bond, das war außer einem Vergnügen auch die absolut glaubhafte Verkörperung eines Aufstiegsversprechens: auch ein sehr starker, rauher, barbarisch wirkender Mann kann sich formen und zivilisieren. Das war ja in den Sechzigern das britische Versprechen: dass in einer wahren Demokratie jeder das Recht hat, Upperclass zu sein und seine Anzüge in der Savile Row schneidern zu lassen. Es dauerte trotzdem bis zum Jahr 2000, dass die Königin ihn endlich zum Ritter schlug.



    Es war eine Frage der Männlichkeit, sich wie ein Gentleman zu benehmen – und als Connery 1983 in „Sag niemals nie!“ noch einmal James Bond spielte, als erwachsenen und gereiften Mann, da schien er große Freude daran zu haben, dass er es jetzt auch mit ebenbürtigen Frauen zu tun bekam, mit Barbara Carrera und Kim Basinger. Und dann war Schluss, und das war auch gut so; Michael Althen hat einmal geschrieben, dass Bond-Filme etwas für Leute seien, die mit dem Kino gar nicht so viel anfangen können. Und im Rückblick möchte man fast sagen, dass die Rolle James Bond ihrem Darsteller Connery mehr verdankt als umgekehrt.

    Weniger schauspielerischer Minimalismus als eine Frage der Autorität

    Es spricht auch eher für als gegen Sean Connery, dass die alpacinoeske Mimikry nie seine Sache war. „No acting required“, das war der Satz, den einst Robert Mitchum an den Rand seiner Lieblingsdrehbücher schrieb – und von Sean Connery kann man sich Ähnliches vorstellen. Der erwachsene Connery war ein sehr guter Schauspieler, dem man jede Rolle anvertrauen konnte; aber er brachte eben diese ungeheure Präsenz mit, und sein Körper schien die Erinnerung an ein ganz anderes Leben gespeichert zu haben – und so musste er sich nicht abstrampeln, um überzeugend zu wirken. Um es nur ein wenig zugespitzt zu sagen: Connery brauchte bloß eine Kutte, dann war er ein Franziskanermönch (in „Der Name der Rose“); er brauchte eine Schiebermütze und eine Schusswaffe, dann war er der Polizist im Chicago der Zwanziger (in „Die Unbestechlichen“), was weniger schauspielerischer Minimalismus war als eine Frage der Autorität: Wer würde sich trauen, angesichts der Kraft und Präsenz dieses Mannes daran zu zweifeln, dass hier William von Baskerville auftritt oder Jim Malone?



    Sean Connery auf einem Plakat von „James Bond - 007 jagt Dr. No“ (USA, 1962) Bilderstrecke Sean Connery : Schotte im Kilt und Berberfürst


    Es gab in der Karriere des Sean Connery nicht den einen Regisseur, das eine Genre, das eine Rollenfach. Und entsprechend gibt es nicht den einen Film, das definitive Meisterwerk, das gesehen haben muss, wer Connery gesehen haben will. Fast könnte man meinen, der höfliche Mister Connery habe ungern eine Rolle abgelehnt. Was von heute aus betrachtet aber eher ein Glück als ein Mangel ist. Connery als Indiana Jones’ Vater in dem herrlich verspielten „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ oder der spektakuläre Mini-Auftritt als Richard Löwenherz in „Robin Hood“ oder als sowjetischer Kapitän in „Jagd auf Roter Oktober“: keine unsterblichen Meisterwerke. Aber unvergessliche Auftritte des erwachsenen Connery.

    Muss man noch sagen, dass Connery, aller Wahrscheinlichkeit nach, ein guter Mensch war? 1971 nahm er die Rolle in „Diamantenfieber“ nur deshalb an, damit er die ganze Gage seinem Educational Trust spenden konnte. Und seit Jahren hat er sich finanziell und mit seinem ganzen Ruhm für den Klimaschutz eingesetzt.

  • Sehr schöner Artikel!

    Viel treffender kann man ihn wohl kaum beschreiben.

    24931399kq.gif                                                                                          24932369dw.gif


    Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein