Musik Tipps jenseits der Charts

~ ACHTUNG ~

Alle User, die sich bis einschl. 14.05.2017 registriert haben, können sich mit den ihnen bekannten Zugangsdaten einloggen.
Diejenigen, die sich danach auf der NOX-Hauptseite registriert haben und sich nun einloggen möchten, werden darauf hingewiesen, dass Main und Forum keine vereinheitlichte Benutzerdatenbank haben. Es sind zwei völlig unterschiedliche und getrennte Systeme. Es muss sich für das Forum ein wiederholtes Mal registriert werden!

  • Liebe Nox`ler ;


    der Sinn dieses Threads ist , hier Musik zu posten , die ihr als bemerkens und empfehlenswert empfindet , die man aber nicht schon 100 mal im Radio gehört hat . Hier kann alles rein , was eurem Gusto entspricht , ganz egal um welches Genre es sich handelt .

    Ich fang mal an mit einer Band aus Hamburg , die Platte hab ich mir in den letzten 4 Wochen mehrfach angehört und ich find die einfach klasse :
                  

                                                                                          Belgrad


                                                                                                                     


    Zunächst vernimmt man bloß ostslawisch anmutendes Gemurmel. Russisch oder Ukrainisch? Obsolet, wenn fette Kanonenschläge und Maschinengewehr-Geballer alsbald jeglichen Austausch übertönen und den letzten Funken Diplomatie auslöschen. "Von Fern schreien die Waffen über den See / Singen überall das selbe Lied / Das die wenigsten verstehen / Für Revision ist es jetzt zu spät", stellen Belgrad zur Ouvertüre "Osten" entsprechend ernüchternd fest, und liefern damit einen der wenigen analystischen Momente auf ihrem eindrucksvollen Debütalbum. Ein Statement, stellvertretend für sämtliche militärischen Auseinandersetzungen unserer modernen Welt. Auf einer Platte, deren Geburtsstunde auf einer Reise durch Osteuropa schlug, auf den Spuren vergangener Kriege. Und über die man nicht viel weniger sagen sollte, als dass Stefan Mahler, Hendrik Rosenkranz und Co. das wohl intensivste und nachhaltigste Post-Punk-Werk seit langer, langer Zeit gelungen ist.
                                                                           

    Tracklist :

    1. Osten
    2. Eisengesicht
    3. Fratze
    4. Fremde
    5. Westen
    6. Schellack und Gewalt
    7. Niemand
    8. Kahlberg


    320kbit


    https://filer.net/get/atlu58lb8ai5imju



    Viel Spass damit !!!!


                                                          







    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von John Doe ()

  • Forest Swords - Compassion







    Wenn Matthew Barnes seine Saiten in Effekten versenkte, war die gute alte Naturromantik nie weit. Nebelschwaden, Wanderwege, Wunderwälder, ein Traum in grün und grau – was ließ sich nicht alles an Instagram-Potenzial in diesen flächigen Post-Dub hineinprojizieren. Zumal Barnes obendrein an der malerischen Küste der britischen Halbinsel Wirral bei Liverpool aufwuchs. Und was macht Barnes, sieben Jahre nach seiner gelobpreisten Schlafzimmer-Pop-EP Dagger Paths, drei Jahre nach seinem nicht weniger umjubelten Debüt Engravings, Projekten mit Massive Attack und Young Fathers und zuletzt einer Vertonung des mittelalterlichen Videospiel-Blockbusters Assasin’s Creed?


    Er erschlägt jemanden mit einem Stein und lässt die Klampfe links liegen. Compassion ist Barnes Abrechnung mit der Menschheit, aus aktuellem Anlass sozusagen. Das schreit nach dem großen Löffel. Und richtig, die einstige Intimität weicht auf Compassion dem Pathos: Streicher, Chöre, Orgel, Piano – you name it, alles da. Barnes schichtet Spur auf Spur auf Spur, verwebt langatmige Synthies und schwere Drums zu einem düsteren Dickicht, aus dem kein Entkommen mehr ist. Ein Denkmal für den Dub. Dabei ist ihm weder die Liebe für Effekt-Arien, noch das Händchen fürs Sampling abgegangen. Hip-Hop schwang stets in der Loop-Ästhetik von Forest Swords mit und findet nun in „Exalter“ einen erneuten Höhepunkt. Auch die von Barnes so geliebten Stimmen huldigen einmal mehr dem, was von Soul noch so übrig bleibt, wenn man die Vokale extrahiert („Arms Out“).

    Überhaupt sind es die fragmentarischen, textlich meist unidentifizierbaren Vocal-Schnipsel, die Compassion tragen. Besonders, wenn sie die romantisch verklärten Weltuntergangsszenarien aufbrechen – und ganz nebenbei Barnes zugängliche Seite zutage fördern.



    Tracklist :


    1. "War It" – 5:54
    2. "The Highest Flood" – 5:07
    3. "Panic" – 4:48
    4. "Exalter" – 5:36
    5. "Border Margin Barrier" – 3:08
    6. "Arms Out" – 4:47
    7. "Vandalism" – 4:37
    8. "Sjurvival" – 2:26
    9. "Raw Language" – 4:28
    10. "Knife Edge" – 6:16



    320kbit


    https://filer.net/get/8m4wuwarwf74ghsk



    Perfekte Herbstmusik . Viel Spass damit !!!







    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Mogwai - Les Revenants


                                             





    Les Revenants ist eine französische Drama-Serie aus dem Jahr 2012 von Fabrice Gobert. Die erste Staffel enthält acht Folgen und erzählt die Geschichte einer kleinen Bergstadt, in der plötzlich Menschen wieder auftauchen, die aus verschiedenen Gründen und vor unterschiedlich vielen Jahren gestorben sind. Während diese toten Lebenden versuchen an ihr altes Leben anzuknüpfen, ereignen sich merkwürdige Dinge: temporäre Stromausfälle, der Wasserpegel des Stausees nimmt stetig ab und legt die Spitze eines Kirchturmes frei, Hautveränderungen bei den Toten und Lebenden. – Die Musik zur Serie stammt aus der Feder der schottischen Post-Rock-Band Mogwai.




    Den Schotten, die bekannt sind für ihre rauen, trüben und melancholischen Titel, den Job zu überlassen, einen passenden Sound für die Serie zu kreieren, war eine sehr gute Entscheidung der Serien-Verantwortlichen. Mogwai haben der Serie einen passenden musikalischen Rahmen gegeben, der sich immer wieder beängstigend intensivierend um die einzelnen Szenen legt und schaurig-kühle, düster-bedrohliche Atmosphären entstehen lässt. Das unterstreicht die kalten, grauen und dunklen Bilder der Serie, ebenso wie die in der Serie dominierenden Emotionen der Trauer, Verzweiflung und Anspannung.




    Ein Nachteil, der in der Serie durchaus auftritt, auf dem Album aber keine Rolle spielt, ist, dass zu oft und in zu vielen Szenen kleinere Sound-Fragmente redundant eingesetzt werden und dadurch manchmal eine Übersättigung einsetzt. Dies führt dazu, dass man sich denkt: Gut jetzt! – Für alle, die sich fragen, ob dieses Album auch ohne die Serie, bzw. ohne die Serie gesehen zu haben, funktioniert: Ja, ganz eindeutig. Denn dieser Soundtrack hätte auch ein neues und reines Mogwai-Album sein können. Das zeigt zum Beispiel die Titelmelodie "Hungry Face" gleich zu Beginn des Albums: ein mystischer, geheimnisvoller, intensiver und stärker werdender Song. Oder der Schlusstitel "Wizard Motor": nachdrücklich, rau, eindringlich. Eben typisch Mogwai. 2014 kehren übrigens beide zurück: Die Serie Les Revenants mit der zweiten Staffel und Mogwai mit ihrem neuen Album "Rave Tapes".



    Tracklist :


    01. Hungry Face



    02. Jaguar



    03. The Huts



    04. Kill Jester



    05. This Messiah Needs Watching



    06. Whisky Time



    07. Special N



    08. Relative Hysteria



    09. Fridge Magic



    10. Portugal



    11. Eagle Tax



    12. Modern



    13. What Are They Doing In Heaven Today?



    14. Wizard Motor



    320kbits




    https://filer.net/get/hqytgnelsuz1urwa



    Viel Spass damit !!!


      

    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Dredg - The Pariah ,The Parrot , The Delusion



    Dennoch befremdet "The parrot, the pariah, the delusion". Und womöglich wird das Quartett manch alten Fan vergraulen, der sich die atmosphärisch dichte Schwere, die massive Wucht zurücksehnt. Denn Dredg haben sich neue Spielwiesen erobert. Stärker als zuvor wippen Funkgrooves vergnügt voran, flattern Streicher ein Stück der Songwege entlang wie in "Mourning this morning", flechten Dredg gar R'n'B-Anklänge und Pop-Appeal der 80er mit ein, ehe sie ihren Kompass gegen die Wand schleudern und schlagartig die Richtung wechseln. Instrumentale und vokale Zwischenspiele sind die Scharniere zwischen den lose verbundenen und stilistisch durchaus auseinanderdriftenden Nummern. Dabei haben Gavin Hayes & Co. manche Kante glattgebürstet, Dreck und Staub aus den Ecken gekratzt und das Klangbett mit weichem Samt ausgeschlagen. Doch lauert der gewitzte Detailschalk immer wieder im Nacken glatter Oberflächen.

    Der Opener "Pariah" schlängelt sich aus anfänglichem Kinderlallen heraus, packt zu und rauscht inbrünstig in einen machtvollen Refrain. Die zartschmelzende Ballade "Cartoon show room" gleitet auf einem Bett aus gezupften Gitarren und Spinettklängen vorwärts, ehe sie sich gen Ende in versponnenen Träumen verliert. "Information" schwebt zunächst auf einem sanft pulsierenden Bett aus Wohlklang, ehe Dredg urplötzlich einen Baukasten-Refrain fürs Chartradio aus der Tasche ziehen und hineinklatschen. Eingängig: ja. Seltsam: auch. "Gathering pebbles" verquickt verzwickt ineinander geschachtelte Rhythmen mit weich wabernden Flächen und Toto-Gedächtnis-Passagen.

    Das vielschichtige Wechselbad "Quotes" kurz vor Ende hingegen zeigt Dredg mit groß geschwungenen Bögen, Tempowechseln im Handstreich nebenbei und geschickt geschichteten Klangschichten ganz weit oben und ist eine der Nummern, die die zwischenzeitlich irritierten Anhänger der "früheren" Dredg versöhnen kann. Wenn ein Dredg-Song wie eine Tür ist, dann öffnet sich "Quotes" wohl als erstes. Jedes Schlüsselloch ist anders. Wer neugierig genug ist, durchzuschauen, sieht zuerst nur Umrisse, beginnt dann, das große Ganze zu erfassen und traut sich irgendwann. Immer herein.



    Tracklist :


    1. Pariah
    2. Drunk slide
    3. Ireland
    4. Stamp of origin: pessimistic
    5. Light switch
    6. Gathering pebbles
    7. Information
    8. Stamp of origin: ocean meets bay
    9. Saviour
    10. R U O K?
    11. I don't know
    12. Mourning this morning
    13. Stamp of origin: take a look around
    14. Long days and vague clues
    15. Cartoon show room
    16. Quotes
    17. Down to the cellar
    18. Stamp of origin: horizon


    320kbit


    https://filer.net/get/oso7t4lbqpmr8n4b



    Viel Spass damit !!!

    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Fantomas - The Directors Cut



    Es ist endlich soweit: Die Irren von Fantômas melden sich mit ihrem zweiten Anschlag auf die Hörnerven zurück! War ihr selbstbetiteltes Erstlingswerk, das einen Comic musikalisch darstellte, mit seinen 29 wüsten Krachattacken in gerade mal 43 Minuten nur etwas für wirklich hartgesottene und vor allem sehr aufgeschlossene Menschen, machen sie es mit "The Director's Cut" (genialer Titel übrigens) genau umgekehrt. Diesmal bedienen sie sich bei mehr oder weniger berühmten Filmmelodien und verwursten sie in typischer Fantômas-Manier.

    Das Ergebnis kann sich hören lassen. Und das liegt nicht zuletzt an den hervorragenden Instrumentalisten, die sich hier gefunden haben: Schnellere Drumrhythmen als die, die Dave Lombardo (Ex-Slayer) hier zelebriert, habe ich noch nie vernommen, Buzz Osbourne an der Gitarre verdient sich nicht umsonst schon seit Jahren als Kopf der Melvins seine Brötchen und Mike Patton am Mikro ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Ob als heißer Anwärter für die Gummizelle wie im Highspeed Kracher "The Godfather", als psychopathischer Märchenerzähler im Albumhighlight "Rosemarie's Baby" oder lieblicher Schwiegersohn des Monats in "Experiment in Terror": Mike Patton beherrscht alle diese Charaktere mit einer solchen stimmgewaltigen Perfektion, dass es einem Angst machen kann...

    Allerdings ist "The Director's Cut" sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Zu absurd und durchgeknallt sind einige Arrangements, als dass der 08/15-Hörer sich mit ihnen anfreunden könnte. Zwar gibt es Songs wie besagtes "Experiment in Terror", welches noch am ehesten an Faith No More erinnert oder "Spider Baby", das sogar noch ein "Strophe-Refrain-Strophe-Refrain" Schema aufweisen kann. Auch das insgesamt ruhige, eher spacige "Twin Peaks" könnte auch älteren Semestern gefallen.

    Doch meistens hat der verrückte Vierer besseres zu tun, als sich dem Hörgeschmack der breiten Masse anzubiedern. Statt dessen setzt man bei "Omen" anfangs auf eine düstere Kirchenorgel, um sich schlussendlich doch in einer Knüppelorgie der heftigsten Sorte zu verfangen. Schon der Opener "The Godfather" lässt ernste Zweifel am Geisteszustand der Musiker aufkommen. Beginnt er noch mit einer Mundharmonika, die einsam die Titelmelodie zu "Der Pate" säuselt, brettert schon nach einer halben Minute Speed Metal der Marke "entgleisender ICE" aus den Boxen, während Sir Patton sich die Seele aus dem Leib schreit. Doch auch das währt nicht lange, denn nach einer Minute entspannen Fantômas sich in mediterraner Stimmung und italienischem Flair, während Mike sich mit einem Chor aus "njadu-njanjadu's" in das Ohr des Hörers einschmeichelt. Zwischendrin gibt's für 16 Sekunden einen lauten, ein wenig sakral anmutenden Einschieber, um danach in den südeuropäischen Klängen von vorher das Lied ausklingen zu lassen.

    Auch wenn man die Originale der Filmmusiken nicht kennt, ist das Album sehr empfehlenswert. Hat man sich erst an die anfangs wirr anmutenden Tracks gewöhnt, hört man ein Album, das noch einige Zeit eine Menge Spaß macht und das man immer wieder hervor holen kann – egal in welcher Stimmung man sich befindet. Allerdings sollte man schon sehr "open-minded" sein, ansonsten wird man "The Director's Cut" wohl schon nach dem ersten Hören nur noch als Frisbee oder Bierdeckel verwenden...


    Tracklist :


    The Godfather 2:45 Der Golem 2:37 Experiment In Terror 2:39 One Step Beyond 2:57 Night Of The Hunter (Remix) 0:57 Cape Fear 1:47 Rosemary's Baby 3:19 The Devil Rides Out (Remix) 1:37 Spider Baby 2:25 The Omen (Ave Satani) 1:48 Henry: Portrait Of A Serial Killer 3:07 Vendetta 1:58 Untitled 0:03 Investigation Of A Citizen Above Suspicion 3:59 Twin Peaks: Fire Walk With Me 3:27 Charade


    320kbit


    https://filer.net/get/d9yndymbigexsdfp



    Viel Spass damit !!!

    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • KIKU & Blixa Bargeld & Black Cracker - Eng , Düster und Bang




    KIKU, BLIXA BARGELD & BLACK CRACKER fahren starke Klangbilder auf, der Puls klopft dunkel, elektronische Sounds und kühle Jazzstrukturen vermischen sich zu hypnotischen Tracks. Das erste Album “Marcher Sur La Tete” war das erste Projekt der Gruppe, die sich schon im Konservatorium in Lausanne über den Weg liefen. In diesem Projekt begann eine intensive Auseinandersetzung mit Stimme und Text als wichtigster Ausgangspunkt und als freier Raum für ihre musikalische Arbeit. Im zweiten Album “Eng, Düster und Bang” liegt ein Text des deutschen Schriftstellers JEAN PAUL zugrunde, der zwischen den Epochen Klassik und Romantik tätig war.Wir werden Zeuge einer Art kosmischer Messe. Da sinkt auf einmal von oben Christus herab auf den Altar. Die Stimme, die dieses Gesamtwerk trägt und zum vollendeten Ausdruck bringt, gehört keinem geringeren als BLIXA BARGELD. Er trug diesen Text schon lange mit sich herum und hat ihn KIKU schließlich als Basis für eine weitere Zusammenarbeit vorgeschlagen. In diesem Projekt ist der Text in eine Folge von Stücken und Liedern aufgeteilt, die insgesamt als Suite gehört werden können. Satte, inspirierende Grooves und kirchlich anmutende Melodien verbinden sich zu einem Sog. Genauso wie JEAN PAULS Worte aus BLIXA BARGELDS Mund, wirkt die Komposition als kosmische und religiöse und weltanschauliche Vision, nicht nur aktuell sondern zeitlos. An einigen Stellen, wie schon auf dem ersten Album “Marcher Sur La Tete”, übernimmt der New Yorker Rapper BLACK CRACKER den Part des Erzählers und entführt den Zuhörer mit seiner frappanten und persönlichen Poesie in seinen Bann und erweitert das akustische Feld, das der Komponist YANNICK BARMAN erschaffen hat. Melancholie, treibende Urgewalten und Instinkte aber auch immer wieder musikalisch aufleuchtende Hoffnungsschimmer und chorisch-leichtes, ja spielerisches Gewölk über einer sich im ängstlichen Umbruch befindlichen Welt. YANNICK BARMAN und Percussionist CYRIL REGAMEY beschreiben KIKU als modulare Avantgarde-Maschine, die dank des gewählten modularen Prinzips nie fertig gebaut wurde und immer neue Grenzüberschreitungen. So ist KIKU mit ‚‚Eng, Düster und Bang‘‘ ein dichtes Album gelungen, das Spoken Word und musikalischen Abenteuergeist zusammenbringt.



    Tracklist :


    1. Zueignung - Nightmare 2. Ich lag einmal vor der Sonne auf einem Berge 3. Wo bist d? 4. Misstoene 5. Hohlspiegel 6. Atomic Bomb 7. Overkill 8. Tanz 9. Eng, düster und bang10. Like This11. Ein Morgen wie ich


    320kbit


    https://filer.net/get/z71a65etffhqqkrr



    Viel Spass damit !!!

    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • HESSE BETWEEN MUSIC




    Für ihr viertes Album hatten sich Between etwas Besonderes vorgenommen. Ausgesuchte Texte von Hermann Hesse sollten im Mittelpunkt des Albums stehen, vorgetragen von Gert Westphal und musikalisch ergänzt und umrahmt von Between. Das Ganze war wohl hauptsächlich eine Idee von "Jazzpapst" Joachim-Ernst Berendt, der schon seit den frühen 50er Jahren Projekte unter dem Motto "Dichtung & Musik" (oder "Jazz & Lyrik") veranstaltete. Berendt hat "Hesse Between Music" nicht nur produziert, sondern auch die Texte ausgewählt.


    Wort und Musik stehen bei "Hesse Between Music" also nebeneinander. Westphal liest (spricht) Ausschnitte von Hesse und Between musizieren dazu. Die Musik der Gruppe stellt dabei eine ähnliche Mischung aus Jazz, Indischem, Klassik und einer Spur Elektronischem dar, wie schon auf den Vorgängerscheiben. Etwas abwechslungsreicher ist die Musik allerdings ausgefallen, stehen hier doch meditative, hypnotisch-hymnische Klanggebilde, schlichte Improvisationen und filigrane Ethnotongespinste neben fast ordinären Ragtimenummern, konfusem Getröte ("Lachen, Lachen, Lachen") oder "normalen" Jazz- und Rockstücken. Die Stimmung der Musik passt sich den jeweiligen Hessetexten an, die mal poetisch-wortmalend, mal humorvoll-direkt, gelegentlich auch ironisch, fast sarkastisch ausgefallen sind. Im Grossen und Ganzen gelingt es der Gruppe dabei die richtige Stimmung zu treffen und Text und Musik zu einer Einheit zu verschmelzen. Ein wenig aufgesetzt und aufgezwungen wirkt das Ganze allerdings stellenweise, etwas gewollt intellektuell. Da sich die Musik oft den Texten unterordnet, wirkt dieselbe mitunter auch etwas blass und simpel, wie Begleitmusik eben.

    Einige ausgesprochen schöne Stellen sind allerdings bemerkenswert. Da ist einmal "Om Namo Buddhaya" (welches in anderer Form schon auf "Dharana" aufgetaucht ist), das mit dem Wolkentext aus "Peter Camenzind" versehen, federleicht aus den Boxen schwebt. Ähnlich stimmungsvoll, allerdings deutlich indischer, ist "Govinda" ausgefallen, begleitet von Ausschnitten aus "Siddharta". Der unumstrittene Höhepunkt des Albums ist allerdings "Suicide", welches das Ende (in doppeltem Sinne) von "Klein und Wagner" vertont. Sich langsam steigernd entwickelt sich hier ein ausgesprochen ergreifendes Gebilde aus Wort und Klang, ein Gemenge aus elektronischen Flächen, Sitar, Orgel und Stimme, welches aufs trefflichste den dazu erklingenden Text widerspiegelt: "... aus dem Gesang der Seligen und aus dem endlosen Qualschrei der Unseligen baute sich über den beiden Weltströmen eine durchsichtige Kugel oder Kuppel aus Tönen auf, ein Dom von Musik"! Dabei steigert sich Westphal mit seinem Vortrag in eine Innbrunst hinein, die das Stück, vor allem in der zweiten Hälfte, zu einem unglaublich intensiven Klangerlebnis werden lässt. Welch wichtige Rolle Westphal hier inne hat zeigt der Vergleich mit der auf dem CD-Reissue zu findenden Instrumentalversion (Track 1). Hier wirkt das Ganze wenig spektakulär, klangvoll zwar, doch fehlt die fast manische Intensivität der Textversion.


    Tracklist :


    1. Suicide (Instrumental)


      2. Om namo Buddhaya


      3. Whistlin'


      4. Jesus war zwölfjährig


      5. From Tom's diary


      6. Glück


      7. Ich halte es nicht für das Wichtigste


      8. Chinese legend


      9. Suicide


      10. Om namo Buddhaya (Instrumental)


      11. Zarathustra (Instrumental)


      12. When you are smiling


      13. Ein Faustschlag ins Gesicht


      14. Zarathustra


      15. Zwischen Marx und mir


      16. Variationen über "Eisenach" I-III


      17. Besinnung


      18. Leb wohl, Frau Welt


      19. Govinda


      20. Lachen, lachen, lachen


    320kbit


    https://filer.net/get/cvykmgy0s3vhjj8z



    Viel Spass damit !!!





    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Beyond the Black Rainbow OST




    Der Soundtrack zu Beyond the Black Rainbow stammt von Jeremy Schmidt, dem Keyboardspieler der Band Black Mountain, der die Musik unter dem Pseudonym Sinoia Caves schrieb. Cosmatos und Schmidt hatten sich über das gemeinsame Interesse an der Musik von Tangerine Dream, Giorgio Moroder und den Soundtracks zu Filmen von John Carpenter kennengelernt.[17]

    Dementsprechend nostalgisch im düsteren Sound der 1970er und frühen 80er gestaltete Schmidt, der auch auf zusätzliche musikalische Einflüsse[9] von György Ligeti, Krzysztof Penderecki und den Soundtracks[18] zu den Filmen Shining (1980) und Lockere Geschäfte (1983) für seine Arbeit für Cosmatos' Film verwies, auch den Soundtrack zu Beyond the Black Rainbow.



    Tracklist :


    1. Forever Dilating Eye

    2. Elenas Sound World

    3. Run Program : Sentionauts

    4 . Arboria Tapes : Award Winning Gardes

    5 . 1983 Main Theme

    6 . 1966 : Let the New Age of Enlightenment begin

    7 . Sentionauts II


    https://filer.net/get/m5s33dwkrnnar630


    Viel Spass damit !!!!





    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Sulphur Aeon - Gateway to the Antisphere




    2012 überraschten SULPHUR AEON die Death-Metal-Welt mit einem Debütalbum, das selbst die eingefleischtesten Szenekenner umzuhauen verstand. Technisch versiert, bot das Album eine unheimlich dichte Atmosphäre, verbunden mit einem durchdachten und inhaltlich stimmigem Eindringen in die lovecraftsche Welt des Chtulhu. Knapp drei Jahre später legen die Herren den Nachfolger „Gateway To The Antisphere“ vor, das vielleicht meisterwartete Death-Metal-Album des Jahres.

    „…To Drown This World“ nennt sich der erste Track, mit dem SULPHUR AEON sich anschicken genau das mit ihrer Musik zu tun. Yog Sothoth und Cthulhu werden beschworen und scheinen dem Ruf des Trios Folge zu leisten, denn dem beschwörenden Gesang folgt eine Stille, in der der Hörer die Erde nach dem Eintreffen der Großen Alten vor seinem inneren Auge sieht – kalt und bar jeden Lebens. Eine Stimmung, die den Kern von „Gateway To The Antisphere“ absolut treffend wiedergibt. Und das nach nicht einmal zwei Minuten.


    Dabei fällt neben der grandiosen Atmosphäre auch direkt die, im Vergleich zum Vorgänger, deutlich bessere Produktion von „Gateway To The Antisphere“ auf. Der metertiefe Matsch, den „Swallowed By The Oceans Tide“ transportierte, ist verschwunden, Cthulhu seinem wässrigen Grab in R’lyeh entstiegen und regiert mit stygischer Grausamkeit über den verfluchten Planeten. Einhergehend mit der besseren Produktion liegt der Fokus auf das detailverliebte Spiel von T. und D., welches nun besser zum Tragen und direkter beim Hörer ankommt.


    Allerdings ist dies in keinstem Fall mit einem Stilwechsel seitens der Band verbunden. SULPHUR AEON spielen nach wie vor Death Metal der alten Schule, der in seiner majestätischen Größe an Morbid Angel zu Hochzeiten oder auch an Behemoth erinnert. Glänzen kann hierbei erneut Sänger M., der mit seinen abgrundtiefen Growls und sofort erkennbarem Stil die Pforten der Unterwelt zu öffnen versteht. Wobei „glänzen“ eigentlich das falsche Wort ist, da „Gateway To The Antisphere“ eher einer alles verschlingenden Vortex gleicht, finster und brutal.


    Einzelne Songs aus der Platte herauszugreifen macht dabei wenig Sinn, da „Gateway To The Antisphere“ am besten als Gesamtwerk funktioniert, wobei die Tracks durchaus auch auf sich allein gestellt funktionieren. „Calls From Below“ beispielsweise hämmert gnadenlos auf den Hörer ein, während „Diluvial Ascension“, gerade durch das stimmungsvolle Intro, mit seiner großartigen und bedrückenden Stimmung überzeugen kann. „Devotion To The Cosmic Chaos“ kontrapunktiert mit seinem gnadenlosen Death Metal perfekt den bereits erwähnten Opener, wohingegen „Titans“ mit starker Black-Metal-Schlagseite den Hörer überrollt und zugleich eines der am zugänglichsten Stücke der Platte ist.


    Mit „Into The Courts Of Azathoth“ spielen SULPHUR AEON dann jedoch endgültig in einer eigenen, unheimlichen, grandiosen Liga. Monumentale Riffs treffen auf treibendes Drumming, eine epische Songstruktur wird mit Elementen des schwedischen Death Metals und Thrashs ausgefüllt und die Größe des Tracks wird den beschworenen Kreaturen mehr als gerecht – absoluter Wahnsinn.

    SULPHUR AEON ist es geglückt, das Niveau des hochgelobten Debüts nicht nur zu halten, sondern sogar noch zu übertreffen. „Gateway To The Antisphere“ nimmt den Hörer gefangen und lässt ihn nicht mehr los, sondern zieht ihn immer weiter in seine Abgründe hinein. Dieses Album ist eine perfekte Verknüpfung eines stimmigen visuellen wie inhaltlichen Konzeptes mit mächtigem Death Metal. Absoluter Pflichtkauf für alle Gernefans und definitiv ein Anwärter auf den Titel „Death-Metal-Album des Jahres“.


    Tracklist :


    1. ... To Drown This World

    2. Devotion To The Cosmic Chaos

    3. Titans

    4. Calls From Below

    5. Abysshex

    6. Diluvial Ascension - Gateway To The Antisphere

    7. He Is The Gate

    8. Seventy Steps

    9. Onwards... Towards Kadath

    10. Into The Courts Of Azathoth

    11. Conclusion


    320kbit


    https://filer.net/get/wi1xcyhceowmkwwe



    Viel Spass damit !!!









    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Refused - THE Shape of Punk to come




    The Shape of Punk to Come (Untertitel: A Chimerical Bombination In 12 Bursts) ist ein Musikalbum der schwedischen Band Refused, benannt in Anlehnung an Ornette Colemans Album The Shape of Jazz to Come. Es erschien 1998 auf Burning Heart Records und wird dem Genre Hardcore Punk zugerechnet. Es war das letzte, aber erfolgreichste Album der Band vor der vorübergehenden Auflösung im Jahre 1998.



    Refused waren eine politische Band. Ihre CD-Booklets und Texte waren Manifeste ihrer antikapitalistischen Überzeugung („Capitalism is organised crime“). Das Besondere an diesem Album ist der ausgiebige Gebrauch an Samplern und Keyboards, der den Sound vielseitiger macht. Es gibt ruhige Stellen, die sich mit harten Gitarrenriffs abwechseln, dann wieder Sequenzen, die an Drum and Bass erinnern. Darüber liegt die Stimme von Dennis Lyxzen, die sich der jeweiligen Songstruktur anpasst; mal schreiend, mal ruhig. Trotzdem gibt der Songtitel „Refused are fuckin dead“ schon eine Vorahnung auf die weitere Entwicklung der Band. 1998 war nicht nur das Jahr der Veröffentlichung dieses Albums, sondern auch das Jahr der vorübergehenden Auflösung von Refused.


    Tracklist :


    1. Worms of the Senses / Faculties of the Skull (7:05)
    2. Liberation Frequency (4:08)
    3. The Deadly Rhythm (3:34)
    4. Summerholidays vs. Punkroutine (4:01)
    5. Bruitist Pome #5 (1:25)
    6. New Noise (5:08)
    7. The Refused Party Program (2:38)
    8. Protest Song ’68 (4:32)
    9. Refused Are Fuckin Dead (5:08)
    10. The Shape of Punk to Come (5:06)
    11. Tannhäuser / Derivè (8:07)
    12. The Apollo Programme Was a Hoax (4:13)


    320kbit


    https://filer.net/get/kwief6haxt6kr6ns



    Viel Spass damit !!!


    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • IGORR - SAVAGE SINUSOID




    Au weh! Jetzt wird's wieder heißen, der Brückner mag nur die ganz krassen Sachen (stimmt gar nicht!). Und Gautier Serre hat auch gar nicht die Absicht, potenzielle Zuhörer vor den Kopf zu stoßen. Er sagt vielmehr: "Ich möchte nur die Musik machen, die ich liebe, ohne mich zu fragen, ob es zu komplex ist oder zu weit weg von dem, was die Leute mögen. Ich möchte die Musik machen, die für mich Sinn macht, ohne Einschränkungen, wie eine große Party mit Metalheads, Elektronik-Nerds, Klassik- und Barockfans und Zigeuner-Geiger, die sich betrinken und zusammenkommen, um das Beste aus jedem Genre einzubringen."

    Eine große Party mit Metalheads, Elektronik-Nerds, Klassik- und Barockfans und Zigeuner-Geiger, die sich betrinken und zusammenkommen, um das Beste aus jedem Genre einzubringen - das ist genau das, was der Hörer hier zu hören kriegt. Barrroque Core. Igorrr (so Serres Pseudonym) ist beeinflusst von Meshuggah, Chopin, Cannibal Corpse, Bach, Domenico Scarlatti, Taraf de Haidouks und Aphex Twin, und Spuren dieser Künstler finden sich auf allen seinen Platten. Aber Serre pappt die nicht sinnlos und wirr zusammen (auch wenn das beim ersten Hör genau diesen Eindruck macht), vielmehr sind seine Alben dramatische Explosionen von Fantasie und Kreativität. Die Musiken, die er zu seiner eigenen verarbeitet, sind für ihn ein Universum von Ideen, die für ihn gleichrangig und damit frei kombinierbar sind.

    Und so wechseln sich auf dieser Platte elektronische Manipulationen, Post- oder Neo-Dubstep, tanzbare Balkanmusik, melancholisches Akkordeon, Saxophon, exotische Sitar, klassisches Cembalo, Mandoline und wunderschöne Streicherpassagen mit rücksichtslosen Blastbeats, klobigen Riffs, Todesgrunzen und Operngesängen ab - und so grotesk das klingt, wenn man's liest, so grandios funktioniert es auf Platte. Zum Niederknien. Mit blieb beim ersten Hören der Mund offen stehen.

    Hat Serre bis dato weitgehend allein gearbeitet, sind auf "Savage Sinusoid" nun mehr Musiker zu hören als auf jeder anderen Igorrr-Scheibe. Laurent Lunoir schreit und Laure Le Prunenec steuert ihre wundervolle klassisch ausgebildete Stimme bei, der Schlagzeuger Sylvain Bouvier trommelt sich die Sehnen lang, und eine ganz Reihe von Gastmusikern tritt auf. Darunter sind Travis Ryan von Cattle Decapitation (Vocals auf "Cheval", "Apopathodiaphulatophobie" und "Robert"). Auf "Viande" ist auch Teloch von Mayhem an Gitarre und Bass zu hören, "Houmous" wird von den Akkordeonisten Pierre Mussi und Adam Stacey aufgewürzt. Das Ergebnis ist in jeglichem Sinne des Wortes atemberaubend. Oder um es mit Gautier Serre zu sagen: "Va te foutre". So mammerdes.



    Tracklist :


    1. Viande


    2. ieuD


    3. Houmous


    4. Opus Brain


    5. Problème d’émotion


    6. Spaghetti Forever


    7. Cheval


    8. Apopathodiaphulatophobie


    9. Va te foutre


    10. Robert


    11. Au Revoir



    320kbit


    https://filer.net/get/pecnshvan85krjr6


    Viel Spass damit !!!


    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • The Haxan Cloak - Excavation




    Mutige Menschen hören "Excavatian" bei voller Lautstärke und mit geschlossenen Augen. The Haxan Cloaks zweites Konzept-Album, eine Reise über die Grenze des Todes hinaus, fesselt vom ersten Augenblick an. Basslastig, böse und betörend stülpt "Excavatian" seine eigene verdorrte Welt über die reale. Das Hier und Jetzt verkommt zu einer aschfahlen Erinnerung. Minimalistisch, in Zeitlupe, fast schon totalem Stillstand zieht brutale Schönheit in ihren Bann. Akustische Notzucht ohne Rücksicht auf Verluste. Down In A Hole.

    Selbst in der Dunkelheit von "Excavatian" leben Schatten. Die einzelnen kompromisslosen Einschläge durchbrechen fischblütige Stille, bedrohliche Weite und alptraumgeplagter Dämmerschlaf. Pragmatiker entdecken eine Mischung aus Dark Ambient, Witch House und Drone. Doch Schubladen sind im Anblick des Abgrundes vollends egal.

    Nur ein kurzes Vorspiel eröffnet "Consumed". Eine Reminiszenz und Verbindung zum Vorgänger "The Haxan Cloak" und dessen Geschichte eines Sterbenden. Ein Kafkaeskes Bild entsteht vor dem inneren Auge - 21 mitleidlose Bassschläge werfen einen wie Ungeziefer auf den panzerartigen Rücken, kläglich dünne Beine flimmern hilflos.

    Excavation (Part 1)" folgt dem Kaninchen immer tiefer in seinen Bau. Der Nachhall verschreckter Trip Hop-Beats versetzt gallig die Klangkollage. Bevor man sich zu sehr auf der sicheren Seite wiegt, zerbricht elektronisches Störfeuer das aufkommende Ambiente. Ein um sich schlagender Dubstep-Fiebertraum und das Wispern einer geistesabwesenden Melodie tränken Teil zwei.

    Ein abgeschnittener und markerschütternder Schrei durchdringt die Stille, die "Mara" hinterlässt. Beängstigend kriecht "Miste" auf seinen gespiegelten Rhythmen wie auf blutenden Stümpfen voran. Bobby Krilic, der Kopf hinter The Haxan Cloak, zeigt ein Furcht einflößendes Gespür für Horror und Terror. Es geschieht nicht viel, doch was geschieht, trägt eine dämonische Intensität in sich. Nicht umsonst erinnern die letzten Takte von "Miste" an den frühen John Carpenter, den Meister des subtilen Grauens.

    Das epische "The Drop" bremst die Geschwindigkeit ein letztes Mal auf ein Mindestmaß herab. Ein zaghafter Funke Hoffnung umgibt seine simple Synthesizer-Melodie: Dieser trügerische Moment in einem Zombie-Film, in dem man hofft, die verbliebenen Protagonisten kämen mit dem Leben davon. Nur um im Abspann wieder mal eines Besseren belehrt zu werden. Wir wissen alle, wir erliegen einem Trugschluss und so zerfranst und zerbricht der sonore Leitfaden. Gemeuchelt von dämmrigen Percussions, ratternden Ketten, aufreibenden Strings und einem herzlosem Bass. Eine selbstzerstörerische Abwärtsspirale zu einem langsamen und qualvollen Tod.

    "The Drop" verhallt und ein kurzer Moment der Stille tritt ein. Es dauert einen Augenblick, bevor ich feststelle, dass die Welt um mich herum immer noch existiert. Unverändert. Ich verlasse die Wohnung, fahre mit der Elektrischen ins Freie vor die Stadt. Der Wagen, in dem ich alleine sitze, wird ganz von warmer Sonne durchflutet.



    Tracklist :


      1. 1. Consumed
      2. 2. Excavation (Part 1)
      3. 3. Excavation (Part 2)
      4. 4. Mara
      5. 5. Miste
      6. 6. The Mirror Reflecting (Part 1)
      7. 7. The Mirror Reflecting (Part 2)
      8. 8. Dieu
      9. 9. The Drop



    https://filer.net/get/hbneyiqxipd79efg


    Viel Spass damit !!!






    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Revolver OST




    Sehr feiner Soundtrack zu Guy Ritchies kauzigstem Film .


    All tracks composed by Nathaniel Mechaly and Maxime Garoute except where otherwise noted.

    1. "Revolver" - 03:58

    2. "Later That Night" - 02:02

    3. "Atom's Bomb" (Electrelane) - 02:11

    4. "The Heist" - 02:52

    5. "Fear Me" - 03:42

    6. "Mucchio Selvaggio" (Ennio Morricone, performed by 2raumwohnung) - 05:06

    7. "Chess Room" - 02:03

    8. "Sorter Shoot Out" - 01:56

    9. "Purple Requiem" - 04:00

    10. "3 Eddie Story" - 02:40

    11. "End Casino" - 02:50

    12. "Opera" (from Antonio Vivaldi's Nisi Dominus, performed by Emmanual Santarromana) - 04:03

    13. "Casino" - 01:54

    14. "Jack Accident" - 02:02

    15. "The Mental Traveler" - 04:08

    16. "To Never Miss" - 01:18

    17. "Ask Yourself" (Plastikman) - 08:51

    18. "Gnossienne No. 1" (Allessandra Celletti) - 04:18


    https://filer.net/get/2itnk8warzlsspcu


    Viel Spass damit !!!


    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • Bohren und Der Club of Gore - Black Earth



    Rein instrumental verbreiten Bohren und der Club of Gore eine Stimmung mit einem Faible für das Mysteriöse und Zwielichtige. Black Earth. Ein typischer Novembertag geht zu Ende, es wird allmählich zappenduster, der schwarze Kater schnarcht. Fröstelndes Schauern, der Atem wird sichtbar und die Wanduhr scheppert zur vollen Stunde. Midnight Black Earth. Arschkalt da draußen, Nebelschwaden kriechen umher, türmen sich auf zu schier undurchdringbaren Mauern.

    In einem Mal, gänzlich unvorbereitet, schreckt der Körper zusammen, wenn der tief doomige Kontrabass einsetzt in den Rhythmus des schleppend langsamen, mit dem Besen gespielten Schlagzeugs. Der Bass geht durch Mark und Bein, umklammert Dich mit festem Griff. Mami. Kein Entkommen. Mein Gore, äh Blut stockt. Eine unglaubliche, kriechende Schwere macht sich breit. Maximum Black. In einem Scénario extraordinaire, umrandet von Totenkopf & Konsorten erzeugen Fender Rhodes und Mellotron eine Düsternis im Sensenmann-Format. Grave Wisdom auf großer Fläche. Willkommen, der Eintritt in den Hades, die dunkle Schattenwelt ist heute mal für umme.

    Undefinierbare Gestalten huschen umher, knöcherne Stolperfallen, Skeletal Remains, zieren den Weg der Särge an den Ort ihrer Bestimmung, den die formvollendet samtschwarzen Klänge des Saxophons begleiten bzw. umgeben. The Art of Coffins eben oder wenn die Gondeln Trauer tragen. Wo andere ihre Instrumente malträtieren und bemüht evil ins Mikro röcheln, zeigen Bohren und der Club of Gore wie man gekonnt mit wenigen schlichten Mitteln, ohne Pentagramm und sonstigen Kokolores, eine authentische Atmosphäre der Finsternis schaffen kann, die auch Alptraum-Fredi von der Elmstraße gut zu Gesicht stünde. Gute Nacht.


    Tracklist :


    1. Midnight Black Earth
    2. . Crimson Ways
    3. Maximum Black
    4. Vigilante Crusade
    5. Destroying Angels
    6. Grave Wisdom
    7. . Constant Fear
    8. . Skeletal Remains
    9. . The Art Of Coffins

    320 kbit


    https://filer.net/get/kd6s2e0877bqpi3y


    Viel Spass damit !!!




    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE - TOTEM THREE



    Ich hab den Promozettel verschlampt, für Internetrecherchen bin ich zu faul, also bleibt dies hier für mich der Einstand in die Welt der MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE. Und ich liebe diese Band.

    Sie kommen aus dem Stephen O'Malley Umfeld, kennen EARTH, SUNN O)))) und solche Bands persönlich, sind wohl auch mit einigen Musikern in jenen Gruppen vertreten, soweit ich das irgendwo gelesen habe. Man erwartet nun dröhnenden, donnernden Lavasound aus brodelnden Gitarren, mit growlenden und wie eine Metall zersäbelnde Kreissäge kreischenden Vocals, ultratiefem, monotonem Bass und wenig bis gar keinem Schlagzeug und genau das bekommt man nicht.

    Derb ist hier allein die süßliche Schwere der Atmosphäre, diese friedvolle Verträumtheit, mit der die verwunschenen Hippieacidfolkmelodien in die Welt hinausgeschmettert werden. Zuweilen geraten die Amis tief in die kosmische Musik hinein, wo knirschende Soundströme vor sich hin mäandern und die Seele aus Deinem Körper saugen, tief hinein in die kalte endlose Leere. Dann wird man durch die eine oder andere brodelnd heiße Fuzzgitarre aus der Lethargie gerissen, wobei sich die Band nicht so recht in Richtung fetzigem Acidrock bewegen will, sondern im verhalten mit Percussions unterlegten Down Tempo Bereich bleibt. Sehr eindringlich und auf seine Weise mit hohem Wiedererkennungswert behaftet.

    Die Band kombiniert die weggetretene Hippiementalität der späten 60er mit ihren psychedelischen Traummelodien, die eisige Ausweglosigkeit kosmischer Musik der 70er und den kochenden Stonerrock der letzten 20 Jahre auf ihre Weise, ohne zu kopieren und doch immer ihre Vorbilder ehrend. JULY, AMON DÜÜL II, TANGERINE DREAM, KYUSS, BLACK SABBATH, MONSTER MAGNET, JADE WARRIOR, die Liste kann unendlich weitergeführt werden. Ein Neopsychedelikmeisterwerk mit durchgehend authentischen Zügen. Sogar Altfreaks dürften hier ganz eindeutig auf ihre Kosten kommen.

    Dieses Album strahlt eine tiefe Spiritualität aus, ist ein wundersamer, magischer Trip in die Weiten der Anderswelt.


    Tracklist :


    01. Bardo chikkhai


    02. A mist of illness


    03. In the lightness of Sonoran


    04. People of the drifting houses


    05. Schism prism / Adamantios


    06. Cascade cathedral


    07. Eaglewolf


    https://filer.net/get/tq5zi5jezjrpr4m8



    Viel Spass damit !!!



    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK





  • wie bist du denn auf die gestoßen?

    Die Velo hab ich von einem Mailorder in Berlin , den gibt's aber schon lange nicht mehr . Der hatte eigentlich nur Avantgarde / Experimentelle Musik , da hab ich einige sehr "spezielle " Sachen her . Bei der 1.Cd bin ich mir nicht mehr sicher wo ich die aufgetrieben habe ....

    DAS PROBLEM DIESER WELT IST , DAS DIE INTELLIGENTEN MENSCHEN SO VOLLER ZWEIFEL SIND UND DIE DUMMEN SO VOLLER SELBSTVERTRAUEN .


    BUK