Musik Tipps jenseits der Charts

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  • YEAR OF NO LIGHT - Ausserwelt





    Eine gefühlte Ewigkeit ist seit dem atemberaubendem Erstling „Nord“ vergangen und die ins Land gezogenen Jahre haben ihre Spuren bei YEAR OF NO LIGHT hinterlassen. So wurde etwa der bisherige Sänger wegen anhaltender Kontraproduktivität von seinen Aufgaben entbunden.

    Nach Ersatz wurde gar nicht erst gesucht; die Band aus Aquitanien verzichtet auf dem neuen Werk komplett auf Gesangsbeiträge. Dennoch ist eine Frischblutzufuhr erfolgt: Das Ensemble wurde nämlich um einen zweiten Schlagzeuger sowie einen dritten Gitarristen aufgestockt.

    Die personellen Veränderungen haben gemeinsam mit einem musikalischen Reifungsprozess auch zu hörbaren Veränderungen geführt. Die auf dem Debüt noch überdeutlichen Anteile von Düster-Hardcore der Marke URANUS sind nur mehr als weit entfernte Einflüsse zu vernehmen.

    Auf einem kraftvollen Fundament von ruhelosem, aber klar definierendem Schlagzeugspiel weben drei Gitarren ein dichtes Netz aus Melodie, Fläche, Feedback und brutal kraftvollen Akkorden, in welches bisweilen zudem auch noch Synthie-Sounds eingeflochten werden.

    Die so in minutenlangen Spannungsbögen ausgeführte Klangschichtung erzeugt eine enorme Detaildichte, die nie überladen wirkt, sondern vollständig Sinn macht und gleichwohl die Aufmerksamkeit des Zuhörers fordert und fördert.

    In einer Zusammenführung von Shoegaze, Doom, Sludge und Death Metal kreieren YONL auf „Ausserwelt“ eine subtile und vielschichtige Musik, die viel Licht und viel Düsterkeit passig zusammen bringt und damit das Abstraktum „Zwischenwelt“ adäquat darzustellen vermag.


    Die musikalische Umsetzung dessen realisiert das psychedelische Orchester mit klar erkennbaren Metal-Einfluss auf ebenso konventionelle wie raffinierte Art und Weise. YONL nehmen sich Zeit für Entwicklung und Durchführung des musikalischen Materials, geben ihm Luft zu seiner Entfaltung.


    Tracklist :


    1 . Persephone 1

    2 . Persephone 2

    3 . Hierophante

    4 . Abbesse


    https://filer.net/get/xtfcoc8j3ggjucqn



    Viel Spass damit !!!





    „Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.“


    Sartre

  • KONG - Push comes to Shove




    Wer das Photo auf Seite 122 bereits gesehen hat, dem muß man nicht mehr groß erklären, worum es bei KONG geht. Die Amsterdamer Quodrophoniker präsentieren mit 'Push Comes To Shove' ein in sich geschlossenes Instrumentalalbum, das ohne großartige Konzepte oder übertriebenes Gedudel auskommt und statt dessen spannende Arrangements und stilübergreifende Songs präsentiert, die sich nicht ohne weiteres in die gewohnten Kategorien stecken lassen. Die Musik ist rhythmisch lebendig und groovt wie Hölle, Samples werden lediglich sinnvoll im Hintergrund eingesetzt. KONG steigern sich in brettharte Spielräusche und relaxen Sekunden später in ruhigen Spaceparts, deren Zugehörigkeit (irgendwo zwischen Ambient Music und Pink Floyd) unbestimmt bleibt. Und das ist eben (neben der aufregenden Liveshow) das Geniale an dieser Band. Hier erfährt ein beträchtlicher Teil der Musikszene ihre instrumentale Aufbereitung im KONG-Stil. Riffs im Metallica/ Pantera-Format, atmosphärische Keyboards, Soundeffekte, Hardcore-Stakkatos, Jazz- und Tanzgrooves - alles ist erlaubt, solange es die Stücke zusammenhält. Das Ganze hat zwangsläufig den Charakter von Filmmusik, mit dem Unterschied, daß KONG direkt am Puls der Zeit sind. Cool.


    Tracklist :


    1. Results (4:44)

    2. Arabloop (5:07)

    3. Hoover (7:26)

    4. Ditch (5:27)

    5. Bumpe (4:14)

    6. Prick (2:35)

    7. Perculator (5:57)

    8. Herk (3:59)

    9. Whorl (3:38)

    10. Neukraft (4:19)

    11. New (9:44)

    12. Dislodge (1:27)


    https://filer.net/get/wjqparrapu7uykwt



    Viel Spass damit !!!



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    Sartre

  • Abt. NOMEN EST OMEN


    BRAINTICKET


    Brainticket is an experimental European krautrock band most active in the early 1970s, and known for its use of exotic instruments and jazz-inspired compositions. The only constant member was Belgian musician Joel Vandroogenbroeck until his death in 2019. The band continued to perform concerts and release albums in the 2000s.




    Brainticket was founded by Joel Vandroogenbroeck (born Brussels, 25 August 1938; died 23 December 2019).

    By the late 1960s, Vandroogenbroeck was still playing jazz but he found new inspiration in German krautrock artists Amon Düül II, Can and Tangerine Dream. Under the influence of these groups, Joel and English guitarist Ron Bryer (who had previously played with The Loose Ends, The Carl Douglas Set and The Big Wheel before meeting Vandroogenbroeck in Berry Window & The Movements) recruited drummer Wolfgang Paap and formed the trio that would become Brainticket.

    The group’s 1971 debut album Cottonwoodhill featured British vocalist Dawn Muir. Cottonwoodhill immediately ran into controversy for its association with psychedelic drugs. Much to Vandroogenbroeck's disgust, the album came with a warning label that insisted you should "only listen once a day to this record. Your brain might be destroyed,” which led to the album being banned in several countries including the USA.


    Following the return to England (and subsequent death) of Bryer, Vandroogenbroeck moved to Italy and met an American woman named Carole Muriel. Joined by a pair of Swiss musicians, guitarist Rolf Hug and bassist Martin Sacher, and percussionist Barni Palm, the group released 1972’s Psychonaut, issued at the time in Italy and Germany. The album has been described as more accessible and song-oriented than its predecessor while still maintaining a unique and progressive sound.

    A rock opera collaboration, Orfeo9, with Academy Award winning film composer Bill Conti (“Rocky”) followed before Vandroogenbroeck, Muriel and Palm began work on a new Brainticket album based on the Egyptian Book of the Dead. The album, Celestial Ocean, told the after-life experience of Egyptian kings traveling through space and time, from the desert land to the pyramids. Released in 1973, the album was hailed as the definitive Brainticket experience.


    After returning from a trip to Bali in the mid-1970s, Vandroogenbroeck continued to collaborate with Muriel, Seefeldt and Palm. Two more Brainticket albums followed—Adventure in 1980 and Voyage in 1982—before Vandroogenbroeck disbanded the group.


    Vandroogenbroeck resurrected the Brainticket name for the 2000 album Alchemic Universe with Carole Muriel and Lance Bunda.


    2015 Past, Present & Future



    Joel Vandroogenbroeck died on December 23, 2019, in Guadalajara, Mexico .






    Brainticket - Collection (Flac)






    Be warned !!!

  • wow, ich wußte gar nicht das es mehr als 2 BRAINTICKET Scheiben gab. Das Zeug lief Anfang der 80er in den besetzten Häusern, wohlgemerkt neben der ebenso durchgeknallten "Grünen Reise" von A.R. & Machines (Achim Reichel). Das ist richtig gutes psychedelisches Kraut! Hat der tatsächlich alles selbst eingespielt, bevor er Shantys sang.




  • LOW - Hey What



    Wenn Zahlen eine ordnende Funktion zugeschrieben werden darf, dann kann diese Aufstellung von Herkunft, Kontinuität und Aktivität erzählen. HEY WHAT ist – je nach Zählweise – die 17. Veröffentlichung von Low in 27 Jahren und die dritte mit dem Produzenten BJ Burton. Die Band hat eine Welttournee mit 30 Terminen angekündigt, die im März 2022 beginnen soll.

    Es braucht aber nur ein paar Sekunden, um diese Zahlen zu Schall und Rauch zu erklären, dann zerbricht der Gesang im ersten Song „White Horses“ unter einstürzenden Gitarrenbauten. Der Wall Of Sound klingt plötzlich, als hätte jemand die Aufnahme mutwillig zerstückelt, aber bald ist da diese Melodie, die über das Stückwerk zu ziehen beginnt, ganz klar und fest.

    Low 2021, das ist eine Versuchsanordnung, die sich aus Chaos, Hymne und Momenten des Minimalismus speist, die letzte Minute von „White Horses“ gehört einem sich wiederholenden elektronischen Muster. Die zehn Songs des neuen Albums tun uns nicht den Gefallen, dem Slo-Mo-Indie-Rock der Band einfach ein neues Kapitel hinzuzufügen, Low haben sich und ihr Werk auseinandergenommen und neu strukturiert zusammengesetzt.


    Tracklist :


    1. White horses
    2. I can wait
    3. All night
    4. Disappearing
    5. Hey
    6. Days like these
    7. There's a comma after still
    8. Don't walk away
    9. More
    10. The price you pay (It must be wearing off)



    https://filer.net/get/vuf65dquidusvstl



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    Sartre

  • FOGH DEPOT - S/T




    Fogh Depot - noch so eine Band, von deren Besetzung nicht mehr als ihre Größe (Trio) in Erfahrung zu bringen ist und die folglich lieber als Kollektiv auffallen möchte. Dazu passt sicher auch der Gag, dass sich die Band, obschon laut Angaben von Label, VKontakte und Facebook in Moskau beheimatet, auf ihrer Bandcamp-Seite den Tag "Mexico City" angelegt hat. Und auch die Musik dazu ist schlichtweg als "ungewöhnlich" zu bezeichnen, eckt sie doch an einige bekannte Stile an, lässt sich jedoch keinesfalls darauf reduzieren und bringt erfrischende neue Elemente ein.

    Schwierig wird die Beschreibung wohl auch dadurch, dass Fogh Depot auf ihrem Debütalbum gerne und mit stufenlosen Übergängen die Nuancierungen verschieben. Im Großen und Ganzen lässt sich das wohl wie folgt zusammenfassen: Auf "Fogh Depot" kommen Ambient, Noise und Psychedelic zusammen, wobei immer wieder Elemente aus dem Postrock und dem Jazz einfließen. Verschiedene Stücke bieten einen guten Überblick, wie die Moskowiter (nicht Mexikaner) hier das Mischverhältnis wählen: "Anticyclone" beginnt mit Ambient, ehe das Saxofon die Bühne betritt. Anschließend allerdings kommen erst wieder Samples und Soundeffekte ins Spiel und schließlich sogar eine grotesk verzerrte Sequenz, was den Fokus wieder auf Elektronik verzerrt. Das ist äußerst geschmackvoll und baut trotz des eher dezenten Arrangements eine interessante Stimmung auf.

    Auch "Nevalyashka" ist spannend geraten: Von Anfang an übernimmt das Klavier eine Führungsrolle und wird zum Ausgangspunkt der gesamten Komposition, und das Drumherum aus Schlagzeug, Saxofon und Elektronik schwillt immer wieder an und ab. Auch "Dark Side Of The M0nk" und das abschließende "Burning Beard" loten die Gegensätze und Konvergenzen aller bemühten Stile gut aus. Hingegen ist "Sagittarius", das fast ausschließlich auf Saxofon und Schlagzeug setzt, fast ausschließlich jazzig ausgefallen. Abgesehen davon lässt sich drei Stücken, namentlich "Mining (BTC)", das groovige "Tattoo" und "Orphan Drug", in dem das Begleitmotiv etwas zu oft wiederholt wird, ist eine gewisse Beliebigkeit und Ziellosigkeit vorwerfen, aber das ist im Prinzip auch schon der einzige Kritikpunkt an "Fogh Depot".

    Damit bleibt also letztlich unterm Strich ein recht kompaktes Debütalbum, das sich angenehm hören lässt und dennoch ziemlich eigenständig klingt. Das liegt allerdings auch daran, dass die vorhandenen Stile relativ weitschweifig interpretiert werden können, sodass Bands und Künstler mit diesbezüglichen Ambitionen sich ohnehin nur selten ähneln. Einen Vorwurf kann man Fogh Depot daraus allerdings genauso wenig drehen, weshalb das Fazit dieser Rezension


    Tracklist :


    1. Anticyclone 6:50
    2. Mining (BTC) 5:12
    3. Nevalyashka 4:07
    4. Sagittarius 4:14
    5. Orphan Drug 4:36
    6. Tattoo 4:04
    7. Dark Side Of The M0nk 6:00
    8. Burning Beard 4:17


    https://filer.net/get/vplosbjibzez99au



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    Sartre

  • THE BEATNIGS - S/T




    Spin wrote that the album mixed "the Last Poets’ severe rhetoric with the horrific industrial grinding of Einstürzende Neubauten." Trouser Press wrote that "this striking San Francisco quintet explodes in a tight and danceable riot of industrial percussion, vocals and tape manipulations." The New York Times called the album "a powerful conglomeration of taped sounds - speeches by Malcolm X, for instance - industrial noise made with saws, sirens and oil drums, and a conventional rhythm section." MusicHound Rock: The Essential Album Guide called it "the most interesting and innovative album any of Franti's three groups has made, loaded with sonic twists and turns." The Spin Alternative Record Guide deemed it "an angrier warm-up to De La Soul a year later: choppy beats mingled with inflammatory news items, goofy how-to spiels, exhortations from Malcolm X and others, and twisted loops of electro-industrial din."


    Tracklist :


    1. "(Welcome) - Television"
    2. " C.I.A."
    3. "(Instructions) - When You Wake Up In The Morning"
    4. "(The Experience Of All Of Us) - Street Fulla Nigs"
    5. " (Re-Classification) - Control"
    6. "Malcolm X"
    7. "Nature"
    8. "Burritos"
    9. "Rooticus Sporaticus"
    10. "Who Is Doing This To All My People"
    11. "Rules"


    CD 'bonus tracks'

    • "Jazzy Beats"
    • "Pre-War America"
    • "Television" (Radio Edit)
    • "Television" (Remix)

    https://filer.net/get/qdyv7zrrl4gfuvqb



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    Sartre

  • NILS PETTER MOLVAER - Solid Ether




    Ohmannomann, was hat dieser Mensch bloß losgetreten? Seit Nils Petter Molvaer darf der ansonsten so seriöse Jazz eine Liaison mit der zeitgemäßen Elektronik eingehen und die Fachpresse überschlägt sich noch dabei! Was ist geschehen?

    1998 veröffentlicht Nils das Album "Khmer". Der bis dahin international nicht so sehr beachtete Trompetenspieler tritt damit eine Welle los, die seinen skandinavischen Kollegen, allen voran Bugge Wesseltoft, den Weg ebnet zu einer neuen Crossover-Kultur, wie wir sie seit der Fusion zwischen Jazz und Rock in den 70ern nicht mehr erlebt haben. Die Remixe damals von The Herbaliser, Rockers Hi-Fi, Mental Overdrive, Mother Nature's Cloud und Shower Show transportierten die abenteuerlichen Klänge an die Spitze der Club-Charts. So sind auch vom aktuellen Album "Solid Ether" - was soviel heißt wie "solider Äther", ein Paradox - bis Ende des Jahre einige Remixe geplant, die Herr Molvaer zuerst auf seinem eigenen Label auf Vinyl vertreibt. Gegen Ende des Jahres soll dann ein Silberling von ECM mit den gesammelten Werken erscheinen.

    Soviel zur Geschichte, was aber macht den Reiz an Nils' Klangexperimenten so interessant?

    Die Innovation als erstes: Es war an der Zeit, eine gelungene Mischung aus Jazz und Electro zu kreieren, die überzeugt. Einige europäische Kollegen, Frederic Galliano und J. Swinscoe´s Cinematic Orchestra beispielsweise, und Nils beschreiten zusammen dieses Territorium und präsentieren herausragende Werke, die die Jazzer aufhorchen lassen. Es gibt einen Jazz nach Bebop, auch wenn die Marsalis-Polizei das nicht wahrhaben will.

    Als zweites das kreative Potential, dass der Musik inne wohnt. Subbässe treffen auf Drum´n´Bass Grooves, Trip Hop goes real Jazz, die Trompete ordentlich durch Effekte gejagt und eine Gitarre, die jenseits von Gut und Böse agiert. Zusammen mit dem DJ eine explosive Mischung, die den Jazz tanzbar macht. Bewiesen hat die Crew das bereits auf mehreren internationalen Jazz- und Rockfestivals in Montreux, Den Haag, Roskilde, New York, Washington und Montréal. Ich durfte die Show live in Zürich erleben, und die Eindrücke von dort finden sich nun in gepresster Form wieder.

    Atmosphärisch dichte Klangkollagen, unterbrochen von der mehr oder weniger klaren Linienführung der Trompete. Phatte Beats kombiniert mit tiefen, schiebenden Bässen und immer wieder die Klangeskapaden des Gitarristen Eivind Aarset machen die Platte zum Vorreiter des New Jazz, den im Moment die Norweger am stärksten prägen.


    Tracklist :


    1. Dead Indeed
    2. Vilderness 1
    3. Kakonita
    4. Merciful 1
    5. Ligotage
    6. Trip
    7. Vilderness 2
    8. Tragamar
    9. Solid Ether
    10. 1 Merciful 2

    https://filer.net/get/fsgbhcm04nkduq9p


    Viel Spass damit !!!






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    Sartre

  • NINE INCH NAILS - Ghosts VI : Locusts


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    „Ghosts VI: Locusts“ ist der sechste Teil der 2008 von NINE INCH NAILS gestarteten Soundtrack-für-einen-Film-den-es-nie-gegeben-hat-Reihe „Ghosts“ und wurde am selben Tag wie „Ghosts V: Together“ ohne Vorankündigung kostenlos als Download veröffentlicht – Musik als verbindendes Element und Selbsttherapie im Zeitalter von Corona und Ausgangsbeschränkungen. „Music – whether listening to it, thinking about it or creating it – has always been the thing that helped us get through anything – good or bad. With that in mind, we decided to burn the midnight oil and complete these new Ghosts records as a means of staying somewhat sane“, schreiben Trent Reznor und Atticus Ross dazu in den Release-Notes. Ein durchaus nachvollziehbarer Ansatz.

    Im Vergleich zu „Ghosts V: Together“ schlägt der sechste Teil dabei weniger versöhnliche Töne an, schon nach wenigen Takten ist klar, dass sich „Ghosts VI: Locusts“ prima als Soundtrack eines Horror- oder Psycho-Thrillers machen würde. Die Grundzutaten sind bei beiden Alben weitestgehend identisch: Piano und Synthesizer dominieren das Klangbild, hier allerdings auch mal von einer traurigen Jazztrompete und noisigen Gitarrendrones („Around Every Corner“) oder groovigen Drums („Run Like Hell“) unterstützt, was in Sachen Spannung einen Riesenunterschied zum Schwesteralbum ausmacht.

    „Ghosts VI: Locusts“ bietet von ruhigen Piano- und Synthesizerklängen („Trust Fades“) bis hin zu verzerrten Noise-Eskapaden („Almost Dawn“) eine hohe Bandbreite an Soundlandschaften und zeigt sich damit deutlich abwechslungsreicher als „Ghosts V“ – und schlägt dabei stilistisch eher in die Kerbe der ersten vier Teile bzw. „regulärer“ NINE-INCH-NAILS-Alben. Im Gegensatz zu „Together“ klingt „Locusts“ durch seine melodischen Strukturen und das Sounddesign über weite Strecken sehr bedrohlich und ist so sicher nicht für jedermann der geeignete Soundtrack für ein gutes Buch bei einem Glas Wein.

    „Ghosts VI: Locusts“ fordert mit seiner beklemmenden Atmosphäre mehr Aufmerksamkeit vom Zuhörer als Teil fünf, macht dadurch als Album aber auch mehr Spaß. Ein Schrittchen näher an „The Slip„, „The Bad Witch“ oder sogar „The Fragile“ dran, liegt der Vergleich zu den Soundtrackarbeiten von Reznor und Ross, wie auch schon bei „Ghosts V: Together„, trotzdem näher. Eben doch mehr Ambient als Industrial(-Rock). NINE-INCH-NAILS-Fans wird und soll das nicht abschrecken und Filmmusik-Freunde dürfen auch gefahrlos ein Ohr riskieren.


    https://filer.net/get/ymjepohxg8v3lkcr


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    Sartre

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  • LURKER OF CHALICE - Demo 2001



    A band's identity isn't always associated with its members so much as the style fans expect from it. Jef 'Wrest' Whitehead already had a solo project to express his agonies with Leviathan, and the fact that he decided to don another title simultaneously with Lurker of Chalice should be hint enough that he was setting his sights differently with these recordings. This project only spawned three releases (two of them demos, and all three self-titled) I think Wrest successfully managed to set it apart from his more cathartic output as Leviathan. In contrast, Lurker of Chalice is a much more abstract, experimental glimpse into Whitehead's psyche; ambient, doomy and ponderous. Though clearly cut from the same cloth as Wrest's other music, Lurker of Chalice is abstract enough so as to render his early 'DSBM' tag inaccurate. This is a spiritually draining, exhaustive experience, and, as far as this second demo is concerned, disorganized enough to make it unpalatable. At least at first.



    The less defined a band gets with their ideas, the more futile it seems to tarry about with genre. For the sake of Lurker of Chalice II (not this demo's true name, but I'll use that to distinguish it from its peers), I'd make a stab and call it experimental doom ambient. Quite the change from the decisively blackened-sounding Leviathan, but I've heard a lot of these threads before in Leviathan's work, particularly The Tenth Sub Level of Suicide. One of the things I liked most about that album was the way Wrest would balance out his rageful displays with hazy passages that sounded like they were in the first stages of a Barbiturates overdose. Lurker of Chalice II sounds like a sprawling collection of possible b-sides and outtakes to these ambient parts, mixed with a black/doom metal melange with every overt trace of energy distilled out of it. Wrest makes use of his murky guitars, his hollowed-out drum machine, and demoniacally tweaked vocal noise, but his greatest instrument here is the studio itself. The atmosphere has his murky recording prowess to thank for it. While the demo is appropriately rough in presentation, his lo-fi expertise comes across the way awkward ingredients (a hand clap sample, per random instance) all fit within the same murk.



    There is liberty in releasing demos. It's an opportunity to be creative without the grinding process of refinement. And if it turns out like shit, it's still just a demo, so you don't risk your reputation. Wrest has made full use of this liberty throughout his career. At 80 minutes, Lurker of Chalice II practically makes itself out to be a full-length, and if it was approached purely as an ambient album, I wouldn't have an issue taking it that way. Even so, this demo is rough. I don't mean that so much in the sound itself, but the way he phrases ideas. On my first listen to it, I felt uninterested by it. Some of the most interesting ideas (like drums that randomly cut in and out of the mix) were questionable to begin with, and the longwinded lo-fi ambiance made it feel like a lot of empty time. At least at first.


    It was when I got a couple of repeats into the album, however, that I began to notice what a heavy impact it was tolling on my mood. I'd gone into Lurker of Chalice II feeling decent, and ultimately came out of it feeling fucking miserable. Unlike Leviathan, there are no musical peaks here to cast your demons out via catharsis. Lurker of Chalice brings you into a cloudy sea of quiet and bad feelings. That's probably not anyone's idea of a good or productive time (unless you're a malevolent Gillette razorblade salesman at a convention for impressionable depressives) but I think that's exactly the sort of mood Wrest wanted to evoke when he started Lurker of Chalice. It's flawed and could have used serious trimming around the edges, but this second demo deserves respect and consideration in its own right. If you got something out of Leviathan's abstract passages, this will suit you fine.


    Das erste von zwei demos , sieben Tracks , alle Untitled . War eine mp4 Datei die ich in mp3 umgewandelt

    habe , also wieder alles an einem Stück . Viel Spass damit !!!


    https://filer.net/get/g6bxso7tnfcl1jiv



    „Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.“


    Sartre

  • HAVE A NICE LIFE - DEATHCONSCIOUSNESS


    Have a Nice Life is a post-punk band formed by Connecticut musicians Tim Macuga and Dan Barett in 2000. After eight years of inactivity, they released their first-ever full-length project, a double-lp called Deathconsciousness in 2008. There are very few albums that have dealt with the concept of death in a serious manner. David Bowie’s final album Blackstar comes to mind. An astonishing 42-minute album with Bowie’s own death as the subject matter. But Deathconsciousness differs from Bowie’s Blackstar in an important way. While Blackstar foreshadowed Bowie’s demise, Deathconsciousness serves as a preparation for death. It is an 84-minute long, relentless exercise in depression. This is quite evident from the opening track, “A Quick One before the Eternal Worm Devours Connecticut”. The track starts off with a hypnotic drone which is slowly swallowed by heavy reverb before, eventually fading away. The song perfectly captures the feeling of going to bed after a stressful day.

    Though Deathconsciousness was virtually unknown at the time of its release, it soon gained cult-following on 4chan’s /mu/ board. The album cover art depicting Jacques-Louis David’s “Death of Marat” began making the rounds online. Unlike most music albums, Deathconsciousness defies conventional genre tags. The album opener is more of an ambient sounding song, while the second track, “Blood hail” is layered with crashing guitars; extremely reminiscent of classic post-punk tracks. The track “Hunter” has a very shoegazy aesthetic to it. Hence, in retrospect, Deathconsciousness has been attached to the “gloom gaze” tag. The album’s influence cannot be denied as other bands such as Giles Cory and After Lives have embraced the gloom gaze aesthetic.

    Deathconsciousness is an album which was born out of an intense sense of necessity. Both Dan and Tim have admitted to being depressed during the making of the album. Dan had lost his father and the insurance money was used for post-production. In fact, the whole album has a DIY aesthetic to it. For instance, take the best track on the album, “Holy ****ing Shit: 40000”. The song begins with a cheap piano preset and Barett strumming the guitar chords. The song is undeniably beautiful, as Dan sings about determinism; his voice drowned by heavy reverb. In fact, this is a constant theme throughout the album. The duo’s voices are always drowned out by the instrumentals. Halfway through “Holy ****ing Shit” though, all hell breaks loose. There is this amazing sense of primal energy; driven by fuzzed-out guitar lines. This section is a very refreshing throwback to perhaps one of the most influential new wave anthems, “Da Da Da” by Trio. The final section signifies acceptance, wherein Dan strums the guitar helplessly providing closure to the song. This compositional structure has inspired multiple post-rock songs, most notably, Godspeed You! Black Emperor’s 2012 track “Mladic”. The track “The Future” seems like a sequel to Pere Ubu’s “Modern Dance”.

    Like most great albums, Deathconsciousness’ post-production was a big challenge. Dan’s laptop had crashed during this time and the master files vanished. The final released version consisted of 128 Kb/s mp3 files. The deteriorated quality can be clearly heard in the sloppy bass line in the track “Waiting for Black Metal Records to come in the Mail”. But, instead of making the album a bumpy ride; it enhances the atmosphere. Most of the lyrical themes in the album are inspired by a 13th-century Roman preacher called Antiochus who formed a powerful, nihilistic cult. The Antiochean cult believed in “The Great Negation”, the belief that the balance of the universe is tilted in favour of death and destruction. The closing track “Earthmover” explores this viewpoint. The song describes the painful life of an immortal golem whose only purpose is to destroy. The song; initially beginning as an acid rock ballad, escalates into a shoegazy climax. The final bassline is a distorted drone note as Macuga apparently dropped his bass guitar because the emotive feeling of the song became too much to handle.

    In 2014, Flenser records released a vinyl reprint of Deathconsciousness, ensuring that its legacy is secured. The album has been the subject of many books and thesis dissertations. The Antiochean cult might be dead, but Deathconsciousness is not.


    Tracklist :


    01 . A quick one before the Eternal Worm devours Conneticut

    02. Bloodhail

    03. The Big Gloom

    04. Hunter

    05. Telefony

    06. Who Would Leave Their Son Out in the Sun

    07. There is No Food

    08. Waiting For Black Metal Records To Come in The Mail

    09. Holy Fucking Shit: 40,000

    10. The Future

    11. Deep, Deep

    12. I Don't Love

    13. Earthmover


    https://filer.net/get/xxni1p7nq8ww5ead




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    Sartre

  • AXIOM AMBIENT - Lost in the Translation



    A curious double-LP, this one, though not for any of the music within. As this is a Bill Laswell ambient dub album from his peak ambient dub music making years, you can bet your bottom dollar it’s filled with swirly sounds, jazzy grooves, ethnic samplings, and that bass tone. Nay, what’s rather confounding about Axiom Ambient: Lost In Translation is exactly what sort of release this is. There’s so many collaborations on here, such that I wonder whether ‘Axiom Ambient’ could be construed as a project name rather than an album title – it wouldn’t be the first time Mr. Laswell took on an unique moniker for yet another venture with his huge evergrowing population of associates that rules from the center of the bassworld.



    Oh yeah, The Orb is on this album. It doesn’t clarify which member of The Orb is here though, and as this is a ’94 release, it could very well be a member that most definitely is no longer a member, and will never again be a member, so help him Gaia. On the other hand, it could have been Dr. Paterson dropping by Laswell’s house for a toke-n-smoke, fiddling with some effects overtop Aum while enjoying the buzz, then giving his blessing to use The Orb brand for marketing purposes. Who’s in charge of that stuff at head Orb office anyway?



    Plenty more folks Laswell knows through the rock, jazz, funk, and world-fusion scenes drop by too. Many you probably know: George Clinton, Bootsy Collins, Pharoah Sanders, Buckethead, and Tetsu Inoue. Lesser number you may know: Jah Wobble, Terre Thaemlitz, Eddie Hazel, and Sonny Sharrock. And if you’re familiar with Ginger Baker, Nicky Skopelitis, and Liu Sola, well damn, Mr. John Peel, how are things in the Afterlife? Some material is remixed from other Axiom releases (including Material), but mostly we’re dealing with all original music here.



    There’s a lot about Axiom Ambient that can come off terribly pretentious at first glance. Each CD features four extra-long tracks, separated into movements themselves. That Orb collaboration, Aum, has four segments alone, titled Soul Searcher, Praying Mantra (Second Attention), Tarab Scan, and Ritual In Transfigured Time. If you think that’s a bit much, the liner notes have two pages going on about the mystical healing nature of world fusion ambient within a heightened global consciousness. Hey, fine if you vibe on psychik chakras and that, but most of it comes off as ostentatious waffle to my eyes, and rather dated to ‘90s alt-life optimism.



    Fortunately, it’s what’s going into my ears that matters, and Axiom Ambient is a surprisingly immersive experience once it gets going. Laswell displays plenty skill and finesse, melding the various contributions from tons of talented musicians into a trippy, relaxing journey. Orchestral swells, mystic chants, guitar jams, techno thumps, calming drones, Far East winds, and best of all, none of it feels like superfluous meandering. Go figure that the longest Laswell album I’ve covered is his most engaging from front to back.


    Tracklist :


    1. "Eternal Drift" (Below the Boundaries of the Inner Station/Eternal Thaemlitz Curse/
    Light of Darkness/Construct Over Destiny/Sacred Drift)
    Laswell, Skopelitis, Thaemlitz 15:53
    2. "Peace" (My Soul to Keep/Who Does She Hope to Be?/Peace in Essaouria) Hazel, Sanders, Sharrock 17:11
    3. "Aum" (Soul Searcher/Praying Mantra (Second Attention)/Tarab Scan/Ritual in Transfigured Time) Caroline, Lakshminarayana, Rao, Shankar, Skopelitis, Wobble 17:37
    4. "Cosmic Trigger" (Through the Flames/Cosmic Slop/Animal Behavior)



    Disc 2 :


    1. "Dharmapala" (Along a Ghostly Path/Before Dark/Knox Om Pax) Hellborg, Wahab 14:35
    2. "Flash of Panic" (Pipes of Pan/Up Above the World/Under Black Skies/Out of the Ether) Attar, Baker, Laswell, Skopelitis 15:17
    3. "Holy Mountain" (Assassin's Dream/Blues in the East/Alamut Transmission) Laswell, Sola 16:41
    4. "Ruins" (Bubble Wrap mix) Inoue, Laswell 8:00


    https://filer.net/get/hut4uwgc2irq60ty


    Viel Spass damit !!!

    „Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.“


    Sartre

  • JON HOPKINS - Music for Psychedelic Therapy ( Japan Edition )


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    Treibende Beats. Eingängige Melodien. Tanzflächenzwang. Tieftönende Angriffe auf die Magenregion. All das, was Jon Hopkins auf seinen bisherigen Veröffentlichungen geboten und insbesondere auf den beiden Alben "Immunity" und "Singularity" zur wahren Meisterschaft getrieben hat, fehlt auf seinem neuesten Werk. "Music for psychedelic therapy" ist genau das, was es ankündigt: eine musikalische Therapie. Die hinfort führt vom beschleunigten Alltag, von Sorgen, Ängsten und Nöten. Ein unwiderstehlicher Klangteppich, unter dem man vollkommen versinken kann. Das schafft aber nur, wer sich wirklich mit allen Sinnen darauf einlässt. Nebenher, so viel sei verraten, ist diese Musik nicht konsumierbar.

    Das Album spielt sich im Kopf ab. Es gibt daher keine Alternative zum intensiven Hören: Kopfhörer auf die Ohren, alles ausblenden, keine Ablenkung durch irgendwas. Hopkins geht einen anderen Weg als sonst; natürlich ist seine Liebe zur Musik die Grundlage für sein Schaffen geblieben, bleibt auch seine Freude am Experimentieren ein Markenzeichen. Doch die gewöhnlich gewählten Mittel zum Zweck sind andere. Eingängige Melodien? Fehlanzeige. Rhythmen zum Mitgrooven? Mitnichten. Das ist alles kaum greifbar, was der Brite hier abliefert, und doch überaus spannend, intensiv und atmosphärisch dicht. Hopkins schafft es, sich hier vollständig fallen zu lassen, sich ohne Kompromisse der klanglichen Schönheit hinzugeben. Uns Zuhörern bleibt nur, das ebenfalls zu versuchen – wer hier abgelenkt herangeht, findet keinen Zugang, bleibt außen vor. Es sind im Kern elektronische Pfade, die Hopkins beschreitet, hinzu kommen akustische Elemente aus der Natur, Wasser beispielsweise ist zu hören. Man hört und spürt das Werk gleichermaßen, die Idee einzelner Songs ist dabei zugunsten eines einzigen Flows aufgegeben.

    Das alles steuert schließlich auf ein Lagerfeuer zu, das zum Abschluss dieses Trips lodert. "Sit around the fire" bringt Hopkins zusammen mit dem Künstler East Forest und dem 2019 verstorbenen Guru Ram Dass, dazu ist ein passendes Video entstanden, das viel erzählt über die Herangehensweise von Hopkins an "Music for psychedelic therapy". Ob man nun tatsächlich ein Lagerfeuer vor Augen hat, wenn man diese gut einstündige Reise antritt, oder ganz andere Umgebungen imaginiert, muss jeder selbst herausfinden. Eine Einladung zum Träumen, Abschalten und Davondriften ist das Ganze in jedem Fall. Jon Hopkins bleibt sich und seiner Kreativität konsequent treu, nur eben ganz anders als gewohnt. Und fordert überaus konsequent dazu auf, sich mit dem künstlerischen Schaffen mit allen Sinnen zu befassen – herrlich gegen den Strich der rastlosen Zeit gebürstet.


    Tracklist :


    1. Welcome
    2. Tayos caves, Ecuador i
    3. Tayos caves, Ecuador ii
    4. Tayos Caves, Ecuador iii
    5. Love flows over us in prismatic waves
    6. Deep in the glowing heart
    7. Ascending, dawn sky
    8. Arriving
    9. Sit around the fire

    Bonus Track : 1,2 Singing Bowl ( Ascension )


    https://filer.net/get/vioh4p7a5jhjsdtf


    jon-hopkins-music-for-psychedelic-therapy.jpg


    Viel Spass admit !!!




    „Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.“


    Sartre