Beiträge von dschordschie

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    Bernard Shaw in der Bibliothek Suhrkamp


    Folgende Bände sind im Paket enthalten (alles EPUB):

    BS 940: Shaw, Bernard - Candida

    BS 359: Shaw, Bernard - Der Kaiser von Amerika

    BS 295: Shaw, Bernard - Die heilige Johanna

    BS 918: Shaw, Bernard - Frau Warrens Gewerbe

    BS 309: Shaw, Bernard - Handbuch des Revolutionaers

    BS 108: Shaw, Bernard - Haus Herzenstod

    BS 042: Shaw, Bernard - Helden

    BS 129: Shaw, Bernard - Mensch und Uebermensch

    BS 066: Shaw, Bernard - Pygmalion

    BS 631: Shaw, Bernard - Sozialismus fuer Millionaere

    Raymond Chandler - Briefe 1937-1959

    »Seine ›Briefe‹, ein hinreißendes Menschen-Dokument, ...«

    Hans Wollschläger


    Raymond Chandlers große Kriminalromane machten ihn weltberühmt und verbürgen seinen bis heute stetig wachsenden Nachruhm. Der Klassiker des Genres schuf mit seinem Privatdetektiv Philip Marlowe eine unsterbliche Romanfigur. Mindestens gleichrangig neben dem Krimi-Autor steht Chandler als Briefeschreiber. In der nächtlichen Einsamkeit seines Schreibtisches in La Jolla wurde ihm diese Tätigkeit zur beinahe manischen Gewohnheit. Nach seiner eigenen Einschätzung war er in seinen Briefen häufig «eindringlicher als in jeder anderen Art des Schreibens». Er zeigt sich auf der Höhe seiner Kunst. Die Briefe stecken voller genauer Beobachtungen der kalifornischen Schauplätze seiner Romane, urteilen oft schroff und sarkastisch über die Bücher von Kollegen, machen sich lustig über das Unvermögen von Kritikern und die wieselflinke Beflissenheit von Agenten. Sie beschreiben die kommerziellen Bedingungen des Verlagswesens und die Amüsierindustrie von Hollywood. Ganz beiläufig und nicht immer freundlich ist von seinen Begegnungen mit vielen Berühmtheiten des Gewerbes die Rede – von Hitchcock bis Howard Hawks, von Bogart bis Billy Wilder. Zu den Briefempfängern gehören Verleger und Agenten, Berühmtheiten von Erle Stanley Gardner bis Somerset Maugham, von Hitchcock bis Lucky Luciano.

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    Die Tortur, dieses schöne und aufwendige Buch vom PDF- ins EPUB-Format zu schmuggeln, hat EasyReader auf sich genommen.

    Raymond Chandler - Die simple Kunst des Mordes

    Das ist Band 13 der 13-bändigen Werkausgabe von Diogenes.

    Er enthält:

    Briefe, Essays, Notizen, eine Geschichte und ein Romanfragment

    und ist übrigens in der gediegenen Übersetzung von Hans Wollschläger.


    Das Ganze ist ist nach Themen geordnet. Raymond Chandler äußert sich darin über:

    - Chandler

    - den Kriminalroman

    - das Handwerk des Schreibens

    - Filmwelt und Fernsehen

    - das Verlagswesen

    - Katzen

    - berühmte Verbrechen

    - seine Romane und Kurzgeschichten und über Philip Marlowe


    »Eines der besten Bücher über das Schreiben.«

    Alfred Andersch

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    EasyReader ist's, der uns den Genuss dieses Buches ermöglicht.

    H. G. Wells - Ein modernes Utopia

    „Jenseits des Sirius“ liegt ein ferner Planet, der sich äußerlich nicht von der Erde unterscheidet. Der namenlose Erzähler des Buches und ein Botaniker werden binnen eines Augenblicks auf diese Welt versetzt und landen in den Schweizer Alpen ... doch bald schon müssen sie erkennen, dass ihr neues Zuhause, was die landschaftlichen Gegebenheiten anbelangt, der Erde zwar ähnelt, die Gesellschaft jedoch eine vollkommen andere ist. Die Besucher von der Erde finden ein Utopia vor, in dem auch sie ihre Doppelgänger haben. Es gibt nur eine Sprache, ein Gesetz, eine Möglichkeit des Zusammenlebens. Kriege sind ausgerottet, die Geschlechter gleichberechtigt.


    Wells über sein Buch:

    »In diesem aktuellen Buch habe ich versucht, (...) das allgemeine Bild eines Utopia zu vermitteln, das (...) möglich und sehr viel wünschenswerter ist als die Welt, in der ich lebe.«


    Körber - der Übersetzer und Verleger - meint:

    »...der kühne, inhaltlich wie stilistisch komplexe utopische Entwurf zählt auch heute noch zu den besten und lesenswerten Büchern von H. G. Wells.«

    Kracht, Christian - Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

    Der Krieg der Schweizer.

    "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht ... Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen. Christian Kracht beginnt sein neues Werk mit der präzisen Sprache eines Kriegsberichts, doch allmählich schleichen sich Elemente des Unwirklichen ein ...

    Dieser zunächst historisch anmutende Roman erzählt die Geschichte eines Schweizer Politkommissars, der einen Mord aufklären soll und zur Réduit, zur großen Schweizer Bergfestung, in das Herz der Finsternis reist.

    Geschildert wird eine Welt, in der die Schweiz ein sozialistisches Imperium ist, eine Kolonialmacht, die sich im immerwährenden Krieg befindet.

    Zugleich Polit-Thriller, Science-Fiction und historischer Roman, führt uns "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" in eine betörend fremde Welt.

    Defoe, Daniel - Der Konsolidator



    Daniel Defoe kennen wir so bisher nicht: als Mondreisenden. »Der Consolidator«, sein schon 1705 verfasster Roman, ist satirische Aufklärung in einem Europa des Absolutismus.


    An der Epochenschwelle vom 17. zum 18. Jahrhundert, als das Empire auf dem Weg zur Weltmacht war, schrieb Daniel Defoe seinen Mondroman und erfüllte sich den Wunsch, endlich die lunare Welt zu bereisen und das außergewöhnliche Wissen der Mondbewohner zu erkunden.


    Relaisstation für den Mondflug ist China. Die Mondzivilisation teilt ihre Technologie mit der ältesten Kultur auf der Erde. »Consolidator« heißt die Raumfähre, Defoe wird bequemerweise in Schlaf versetzt, am Ziel wacht er wieder auf. Die Erkundungen der lunaren Welt und das Kennenlernen der hochentwickelten Mondbewohner führt uns spektakuläre und amüsante Erfindungen vor, aber neben solcher Science-Fiction vor allem auch den großen Satiriker Defoe: er beobachtet anspielungsreich die Erdendinge aus der Ferne mit besonderer Schärfe und hält der realen Welt vom Mond aus einen Spiegel vor.

    Capek, Karel - Der Krieg mit den Molchen



    Phantastisch-utopischer Roman von Karel Capek, erschienen 1936. – Thema des Werks ist die Bedrohung der Menschheit durch Faschismus und hochtechnisierten Kapitalismus. Der tschechische Kapitän van Toch richtet eine unbekannte pazifische Molchart zum Perlentauchen ab. Nach seinem Tod gründen seine Geschäftspartner ein »Molchsyndikat«, das die Intelligenz der massenhaft gezüchteten Molche zu Unterwasserbauten und ähnlichen Aufgaben benutzt. Die Molche vermehren sich und erbringen beachtliche Leistungen in Wissenschaft und Technik. Verschiedene Staaten berücksichtigen sie bereits in ihrer Gesetzgebung, ohne ihnen noch nationale Rechte einzuräumen. Handelsabkommen zwischen dem Kapital und den Küstenbewohnern sichern den Molchen Nahrung und Waffen. Als Gegenleistung verrichten sie nützliche Arbeiten und lassen sich von einigen Mächten zum Schutz der Küste einsetzen. Kleine Scharmützel zwischen Molchgruppen und Menschen kündigen eine bevorstehende Auseinandersetzung an. Sie bricht in der Forderung der Molche nach mehr Lebensraum aus. Während die Molche einen Teil des Festlands nach dem anderen überschwemmen, bleiben die Menschen machtlos, da sie sich bis zuletzt nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können. Angesichts des unaufhaltsamen Untergangs der menschlichen Zivilisation hofft der Autor auf künftige Kriege zwischen den verschiedenen Molchgruppen, die den überlebenden Menschen die Aussicht auf einen Wiederbeginn der Humangeschichte eröffnen. Auf die Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft der dreißiger Jahre gemünzt, enthält Capeks Roman eindeutige Anspielungen auf die zeitgenössische Politik der europäischen Mächte. In Deutschland entsteht die Theorie vom rassisch überlegenen »Nordmolch«. In dem vorab bedrohten England verhindert die hochmütige Intransigenz der Regierung das Bündnis gegen die Molche. Der Stil der Reden des »Chief-Salamanders« und die immer weitergehenden imperialistischen Forderungen der Molche ziehen unmittelbare Parallelen zum Hitlerfaschismus....

    Capek, Karel - Krakatit

    Der Ingenieur Prokop erfindet einen hochwirksamen Sprengstoff. Wie Alfred Nobel könnte er damit ein märchenhaftes Vermögen machen. Doch er ist kein Nobel, er hat Skrupel, er denkt daran, welch unermeßliches Leid über die Menschheit kommen könnte, wenn die Erfindung in die Hände gewissenloser Politiker und Militärs geraten würde.

    So beschließt er, das Geheimnis zu bewahren. Doch das erweist sich als unmöglich. Längst hat der Wettlauf der Großmächte begonnen, um die Formel in Besitz zu bringen und die Zerstörungskraft für ihre Ziele einzusetzen. Und es kommt zur Katastrophe, wie er es vorausgeahnt hat.

    Capek, Karel - Das Absolutum oder Die Gottesfabrik



    Utopischer Roman von Karel Capek, erschienen 1922. – Um die Kräfte zu zeigen, die das Schicksal der Menschheit bestimmen und den Abgrund sichtbar zu machen, auf den sie seiner Überzeugung nach zutreibt, rückt Capek in all seinen Utopien, seien es Romane wie Krakatit (1924) und Der Krieg mit den Molchen (1936), oder Dramen wie Adam Stvorítel, 1927 (Adam der Schöpfer), eine wissenschaftliche Hypothese in den Mittelpunkt des Geschehens. – Die Handlung des Romans Továrna na absolutno – des ersten utopischen Romans in Capeks Werk mit einer ausgesprochen satirischen Grundhaltung – beginnt im Jahr 1943. Mit der Erfindung des »Karburators« durch den Ingenieur Marek gelingt es, Materie vollständig in Energie umzuwandeln, wobei »Gott als Nebenprodukt in die Welt« gestoßen wird. Den Industriellen Bondy lockt das Geschäft, und trotz Mareks Warnungen kauft er die Erfindung, um die Welt damit zu beliefern. Es bleibt jedoch nicht bei den harmlosen Wundern, Levitationen und Erleuchtungen der Anfangszeit; das freigesetzte »Absolutum« beginnt alsbald, sich in verschwenderischer Fülle der Produktion anzunehmen. Capek läßt aus dem Überangebot an Waren eine umfassende Krise entstehen.

    Ingomar Kieseritzky - Der Sinnstift · 8 Hoerspiel-Texte

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    »Wunderbar ironisch und schrecklich zynisch«, nannte ein Kritiker die Romane Kieseritzkys, »seine Schreibweise ist unverwechselbar«. Das trifft auch zu auf dieses Buch. Acht Hörspiele sind hier gesammelt – Kieseritzky ist einer der interessantesten und meistgespielten Autoren dieses Genres.


    Die wissenschaftlichen Abenteuer eines kinderreichen Bücherskorpions; eine zunächst irritierende, dann babylonische Sprachverwirrung im Hause eines Linguistik-Professors; das endzeitmüde Gespräch von vier steinalten Riesenschildkröten: Kieseritzky konstruiert »absurde Verläufe, absurde Systeme – ganz unwahrscheinlich inhaltsreich« (H. Vormweg).


    Unsere Beziehungskisten und Heilslehren werden hinterhältigen Versuchsanordnungen unterworfen, die Theorien der neuesten intellektuellen Saison werden in Sprachspielen zershreddert, dem Zeitgeistgetue die Luft rausgelassen.


    Zum Schluß drei Hörspiele aus der Serie ›Große Augenblicke/Obskure Momente‹: Kostbarkeiten aus der österreichischen Geistesgeschichte, unvergeßlich.

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    Wer sich für die eingespielten Hörspiele intressiert: EDIT: Keine Nennung von Fremdseiten!

    Walter Jens - Nein. Die Welt der Angeklagten

    Als 1950 sein Roman Nein – die Welt der Angeklagten erscheint, steht der Name Jens in einer Reihe mit Böll, Nossack, Aichinger, Gaiser, Schmidt und Frisch. Angesichts der beklemmend aktuellen Thematik des Romans – die Bezüge zu totalitären Herrschaftssystemen der Zeitgeschichte sind unverkennbar – greift die Kritik auf vergleichbare Werke zurück: George Orwells 1984, Arthur Koestlers Sonnenfinsternis, Hermann Kasacks Die Stadt hinter dem Strom. Wichtiger aber scheint, Jens betreffend, was der Pamphletist Jens als charakteristisches Moment der deutschen Literatur anfangs der fünfziger Jahre akzentuiert: daß auch der Erzähler Jens seinen eigenen Ton gefunden hat. In seiner bitterbösen, melancholischen Parabel vom letzten Menschen artikuliert Jens, über den individuellen Fall des Walter Sturm hinaus, seinen Protest gegen jede Form von Totalitarismus.


    Nein – die Welt der Angeklagten: Es gibt in dieser Welt nur noch Angeklagte, Zeugen und Richter. Der totalitäre Zukunftsstaat funktioniert mit kalter Präzision. Seit zweiundzwanzig Jahren, seit dem Ende des letzten Krieges, seitdem alle Menschen der Erde einer einzigen Macht untertan sind, vollzieht ein unmenschliches Inquisitionssystem die Vernichtung des Individuums in einer anonymen Staatsmaschinerie. Jens setzt den Alptraum seines totalitären Zukunftsstaates mit nüchterner, zwingender Konsequenz in Szene: Niemand kann sich dem tödlichen Klassenprinzip von Angeklagten, Zeugen und Richtern entziehen. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Teufelskreis: nein zu sagen. Die Liquidation des letzten Individualisten ist ein utopischer Modellfall: düsterer Ausblick in eine Zukunft, die den Menschen jeder Zukunft beraubt.

    Martin Roda Becher - An der Grenze des Staunens

    Phantastische Bibliothek, Band 99


    »Die Welt des Phantastischen ist eisig kalt, doch leserfreundlich, in ihrer Unzugänglichkeit ist sie archaisch einfach, sie erfüllt mit Angst und baut zugleich Ängste ab.« Das ist eine der brillant formulierten Thesen des Autors in seiner Auseinandersetzung mit der phantastischen Literatur. Teils befassen sich die Essays dieser Sammlung mit einzelnen Autoren wie J. L. Borges, Raymond Roussel, Ernst Jünger, Botho Strauß, Italo Calvino, J. G. Ballard, Stanisław Lem und anderen, teils mit spezifischen Aspekten der phantastischen Literatur, teils auch mit den Schnittstellen zwischen Literatur und Wissenschaft, Rationalem und Irrationalem.


    Als der geheimnisvolle, geradezu verführerisch unattraktive Carwin in den Kreis um Wieland, dessen Schwester Clara – der Erzählerin – und deren Geliebten Pleyel tritt, ist es mit der Idylle vorbei, wird die Harmonie dieses friedlichen Lebens jäh gestört. Unbekannte Stimmen stoßen Drohungen aus, warnen vor Mord und Verführung. So sehr hat der Wahn von der Gesellschaft Besitz ergriffen, daß Wieland gar die Stimme Gottes zu vernehmen glaubt, die ihm befiehlt, als Zeichen seines absoluten Gehorsams Frau und Kinder umzubringen.


    Brown war übrigens der erste Amerikaner, der sich getraute es als freier Schriftsteller zu versuchen. (James Fenimore Cooper war von Haus aus reich und schrieb nur als Hobby - Edgar Allan Poe konnte von seiner Schriftstellerei nicht leben und hielt sich als Journalist übers Wasser).

    Mit diesem seinem ersten Buch, das 1798 in New York erschien und in dem er einen tatsächlich geschehenen aufsehenerregenden Fall aufgreift, begründet Brown die Tradition des amerikanischen Romans. In einem Land ohne Geister und Burgen, also ohne die klassischen Requisiten des europäischen Gotischen Romans (ein Begriff, der seit Horace Walpole Eingang in die Literaturszene gefunden hat), verlegt Brown die Horrorschauplätze ins Innere der Menschen. Das ist sein virtuos angewandtes psychologisches Interesse: herauszufinden, was das menschliche Bewußtsein erträgt, wenn es der unerhörtesten Situation, der ungeheuerlichsten Schockwirkung ausgesetzt ist.


    Brown, Charles Brockden - Wieland oder Die Verwandlung

    Radcliffe, Ann - Der Italiäner oder Der Beichtstuhl der schwarzen Büßermönche


    Ein Mönch berichtet einer englischen Reisegesellschaft, die im Jahr 1764 eine Kirche in Neapel besucht, von den etwa sechs Jahre zurückliegenden verbrecherischen Anschlägen gegen ein junges neapolitanisches Liebespaar.


    Der adelsstolzen Marchesa di Vivaldi sind alle Mittel recht, um die Mesalliance ihres Sohnes Vincentio mit der schönen, aber ihm nicht ebenbürtigen und zudem verarmten Ellena di Rosalba zu verhindern. Ihr Beichtvater und Helfershelfer ist von den Schatten einer düsteren Vergangenheit verfolgte Dominikanermönch Schedoni. (Dieser, nicht Ellena, ist die Titelfigur, weshalb Die Italienerin, über 150 Jahre lang Titel deutscher Übersetzungen, als Fehlübersetzung einzustufen ist.) Schedoni, ein zugleich leidenschaftlicher und melancholischer, zur Grausamkeit wie zur Liebe fähiger, komplexer Charakter, der Archetyp des späteren Byronschen Helden, läßt, um Ellena zu ruinieren, zunächst ihre Tante – ihre einzige lebende Verwandte – vergiften und dann das Mädchen selbst in das Kloster von Santo Stefano entführen. Mit Vincentios Hilfe gelingt es Ellena zwar, von dort aus quer durch die Abruzzen zu fliehen; dann aber werden die Liebenden von ihren Verfolgern eingeholt, als sie gerade dabei sind, sich trauen zu lassen. Während Vincentio in den Kerkern der Inquisition schmachtet, wird Ellena in einem Haus an der Adria gefangengehalten. Obgleich von ihrer Schönheit beeindruckt, will Schedoni sie ermorden, doch im letzten Augenblick entdeckt er an ihrem Hals ein Medaillon, das sie als seine Tochter ausweist. (Erst später stellt sich heraus, daß hier eine Verwechslung vorliegt.) Er schafft das Mädchen in Sicherheit und versucht, die Marchesa von ihrem Mordplan abzubringen. – Als Ankläger Vincentios vor das Inquisitionstribunal geladen, sieht sich Schedoni durch den Mönch Nicola di Zampari, dem er sich einst anvertraut hatte, plötzlich in die Rolle des Angeklagten gedrängt. Es stellt sich heraus, daß er in Wirklichkeit ein Conte di Bruno und der Mörder seines Bruders, des leiblichen Vaters Ellenas ist, dessen Frau er begehrte und dann heiratete. Diese und weitere Enthüllungen über die verbrecherischen Leidenschaften Schedonis wenden das Schicksal zugunsten der Liebenden. Die Marchesa stirbt, und Schedoni nimmt sich, nachdem er Zampari vergiftet hat, ebenfalls mit Gift das Leben.

    Es ist einfach so und nicht zu ändern

    Aber natürlich ist das zu ändern.

    Wenn ich Deiner Argumentation ernsthaft folge, müsste ich jeden Druckfehler, jede vertauschte Seite getreulich bewahren ... aber nie und nimmer. Im Gegenteil: ich freu mich, wenn ich derart beschädigte Bücher wenigstens als EPUB dann einwandfrei habe. Es ist ja nicht wie bei Briefmarken, wo Druckfehler wertsteigernd wirken. Meistens passiert sowas ja beim Drucken und wenn man es erst merkt, wenn die Auflage durch ist, will man sie natürlich nicht wegschmeißen. Aber sehr oft legen die Verlage dann einen Errata-Zettel dem Buch bei, der den bzw. die Fehler 'korrigiert'.

    Kurz zusammengefasst:

    Ich persönlich sehe keinerlei Sinn dahinter, jeden Fehler zwanghaft mit abzubilden.

    Garcí Ordoñez de Montalvo - Amadís von Gallien


    Der Stammvater der zahlreichen Ritterromane und zugleich der beste ist Amadis von Gallien (Gaula). Um 1370 in Portugal entstanden, ist aber die älteste erhaltene Fassung eine spanische: Nach alten Chroniken überarbeitet, erweitert und verbessert durch Garcí Ordoñez de Montalvo im Jahre 1508.


    Der Held der Dichtung ist Amadis, das Muster aller ritterlichen Tugend, Sohn des Königs Perion von Gaula und der britischen Prinzessin Elisena; er wird nach Schottland verschlagen, wo er sich in Oriana, die unvergleichliche Tochter des Königs Lisuart von England, verliebt, und die Erzählung und Verherrlichung dieser Liebesgeschichte, welche mit den buntesten Abenteuern, weiten Reisen in ferne Länder, zahllosen Kämpfen gegen Ritter, Riesen und Zauberer verknüpft ist, bildet den Hauptgegenstand des Romans.


    Cervantes, Don Quijote I, Kap. 6:

    »›Da haben wir das erste Ritterbuch, das, wie ich hörte, in Spanien gedruckt wurde und alle anderen nach sich gezogen hat. Ich denke also, daß wir diesen Amadís als den Stifter einer so bösen Sekte ohne weiteres Verhör zum Feuer verdammen können.‹ – ›Mitnichten, hochwürdiger Herr!‹ rief Meister Nicolas. ›Ich habe mir sagen lassen, es sei das beste Buch in dieser Art, das je geschrieben wurde; und also könnten wir es wohl als einzig in seiner Kunst verschonen.‹«


    Goethe an Schiller, 14.1.1805:

    »Ich habe vor Langerweile allerlei gelesen, z.B. den Amadis von Gallien. Es ist doch eine Schande, daß man so alt wird, ohne ein so vorzügliches Werk anders als aus dem Mund der Parodisten gekannt zu haben.«

    Rob Alef - Pachulke 01 - Bang Bang stirbt


    Berlin in der nahen Zukunft: Ein krimineller Panda durchkreuzt die politischen Winkelzüge des Regierenden Bürgermeisters …


    Bang Bang, Pandabär und Publikumsliebling im Zoologischen Garten (West), wird entführt. Zu der Tat bekennt sich die veganische Guerillaorganisation »Rote Bete Fraktion«. Sie fordert die sofortige Freilassung aller Tiere im Tierpark (Ost), andernfalls will sie den Panda töten. Als einzige Spuren haben die Entführer eine Gabel und ein Bekennerschreiben im Panda-Käfig hinterlassen. Kommissar Pachulke und sein Team ermitteln fieberhaft. Der Regierende Bürgermeister sitzt ihnen im Nacken – er will schnellstmöglich Ergebnisse sehen.


    Was dabei herauskommt, ist noch unglaublicher als die hoffnungslos überspannte Wirklichkeit Berlins und ihrer lebensechten Zeitgenossen. Ein mitreißender, ungemein zynischer Politthriller mit einem geradezu bösartigen Humor, der an Originalität kaum zu überbieten ist.


    »Man pikst Pandabären nicht in den Hintern; man wirft nicht mit Königsberger Klopsen; und man schreibt erst recht keinen despektierlichen Kriminalroman. Freuen Sie sich deshalb auf Bang Bang stirbt

    Thomas Wörtche


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    Dieses Buch ist als Holzbuch nur noch schwer zu bekommen (als ebook gab es das Buch noch nie) und sogar der Verlag (Shayol) scheint das zeitliche gesegnet zu haben. Deshalb ein großer Dank an emumka, die das Holzbuch aufgetrieben und bereitgestellt hat.

    Die restlichen 3 Bände - dieser unbedingt lohnenswerten Reihe - gibts problemlos als ebook im Handel.

    Robert Louis Stevenson - St. Ives



    In seinen letzten beiden Lebensjahren schrieb Stevenson an 2 Romanen gleichzeitig (so war sein Arbeitsstil immer: verlor er die Lust am einen, knöpfte er sich den andern vor). Der eine – Weir of Hermiston – ist Fragment geblieben. Der andere Roman – St. Ives – ist bis Kapitel 30 ausgearbeitet, doch da Fabel und Handlung schon skizziert waren, konnte der junge Schriftsteller Arthur Quiller-Couch den Roman in weiteren sechs Kapiteln zu Ende führen. St. Ives erschien postum 1896/97 als Fortsetzungsroman in London und New York, die erste Buchausgabe 1897 in New York.


    Zum ersten Mal auf Deutsch: das späte Meisterwerk vom Autor der Schatzinsel, ein rasanter Abenteuer- und Liebesroman zwischen Romantik und Moderne, spannend wie ein Hitchcock-Thriller. Ein schillernd-sympathischer Hasardeur zwischen Casanova und Felix Krull: In der Festung von Edinburgh verliebt sich der französische Kriegsgefangene in ein schottisches Mädchen, flieht auf dramatische Weise und wird zum Mörder. Inkognito durchquert er ganz England. In gottverlassenen Landschaften und zwielichtigen Kaschemmen drohen die Gefahren, denen er doch immer wieder entkommt. Mit einer gehörigen Portion Ironie erschafft Stevenson St. Ives als einen Erzähler, der voller Eloquenz, Witz und entwaffnendem Charme unsere Sympathie auf seine Seite zieht. Und er zeichnet ein großartiges Porträt von Schottland, voller schrulliger und skurriler Typen (einmal tritt sogar Walter Scott höchstselbst auf). In England (wie auch in Frankreich) gilt das Buch heute als ein Hauptwerk Stevensons; es wurde zweimal verfilmt. Andreas Nohl hat es neu entdeckt und zum ersten Mal vollständig ins Deutsche übersetzt und mit Anmerkungen versehen. In seinem Nachwort erzählt er die Geschichte dieses dramatischen und stimmungsvollen Romans.


    Der französische Junker St. Ives wird wegen seiner Englischkenntnisse als Kriegsgefangener in der Festung von Edinburgh bevorzugt behandelt. Er verliebt sich in ein schottisches Mädchen, flieht auf dramatische Weise und wird zum Mörder, so dass er nun auch noch die Justiz im Nacken hat. Inkognito durchquert er ganz England. In gottverlassenen Landschaften und zwielichtigen Kaschemmen spielen die Abenteuer, die der Held zu bestehen hat, drohen die Gefahren, denen er doch immer wieder entkommt.

    Robert Louis Stevenson - Der Schwarze Pfeil & Die Wrackraeuber


    Von Verfolgung, Flucht und Einkerkerung, von Schlachten und Gefechten berichtet der Roman ›Der Schwarze Pfeil‹ der zur Zeit der Rosenkriege in England (1455-1485) spielt. Im Mittelpunkt steht der tapfere junge Richard Shelton und sein Kampf gegen seinen schurkischen Vormund Sir Daniel Brackley. Diese persönliche Fehde wird nicht allein durch das wechselnde Kriegsglück der Häuser York und Lancaster kompliziert, sondern auch durch eine finstere Räuberbande, die sich ›Der Schwarze Pfeil‹ nennt …


    Die ›Wrackräuber‹ schildert in der Tradition der Schatzinsel die erbitterte Rivalität dreier Abenteurer, die in der Südsee um den Schatz eines alten Perlenfischers kämpfen. Doch der Alte besitzt übernatürliche Kräfte, und die Schatzsuche wird zu einer echten Herausforderung …

    Robert Louis Stevenson & Lloyd Osbourne - Der Ausschlachter

    Ein Criminalroman


    Das ist der 2. Roman, den Stevenson gemeinsam mit seinem Stiefsohn schrieb. Auf dem Buchumschlag und auf der Titelseite verschweigt dtv den Co-Autor vollständig, dafür ist das aber die erste vollständige deutsche Ausgabe.


    Übrigens hielt kein geringerer als Jorge Luis Borges Der Ausschlachter für Stevensons bestes Werk.


    Dem Buch sind außer einem Nachwort auch 2 Aufsätze beigegeben - der eine von Stevensons Ehefrau und der andere von seinem Stiefsohn und Co-Autor - die die Entstehung des Romans zum Thema haben.


    Auf den Spuren von Charles Dickens und Wilkie Collins erzählt Stevenson zusammen mit seinem Stiefsohn Lloyd Osbourne die aufregende Lebensgeschichte eines jungen Mannes. Wie kommt man schnell zu Geld? Mit Opiumschmuggel? Mit dem Ausschlachten eines Wracks? Mit Erpressung? Um dem auf den Grund zu gehen, tut sich Loudon Dodd, dem das Pariser Künstlerleben zu brotlos wird, mit dem Geschäftsmann Jim Pinkerton zusammen und kehrt nach Kalifornien zurück. Eines Tages kommt es zu einer mysteriösen Versteigerung: Es geht um ein Wrack auf einer verlassenen Südseeinsel, und die beiden steigern mit, denn es wird Opium auf dem Schiff vermutet. Im Wettlauf gegen die Uhr gelingt es ihnen, den nötigen Kredit aufzutreiben, einen Schoner zu chartern und die ersten »Ausschlachter« des Wracks zu sein.

    Robert Louis Stevenson & Lloyd Osbourne - Die Wrackräuber

    Das Buch enthält auch 7 Illustrationen, ohne daß dies oder der Illustrator irgendwo erwähnt wird.


    Dies ist die erste deutsche Übersetzung dieses Titels, leider in bescheidener Qualität und - man hat den Eindruck - überhaupt nicht redigiert.


    Es ist übrigens der dritte Roman, den Stevenson zusammen mit seinem Stiefsohn schrieb und da er kurz nach der Vollendung starb, blieb es auch sein letzter.


    Klappentext:

    Drei Abenteurer kämpfen in der Südsee um den Schatz eines alten Perlenfischers. Der Alte besitzt übernatürliche Kräfte, und bald merken die drei, daß es für sie dabei um Kopf und Kragen geht.


    Klappentext halt. Abenteuer, Südsee, Perlenfischer ist richtig. Aber der Alte steht im besten Mannesalter ist groß und kräftig und er benutzt nirgends übernatürliche Kräfte ... nunja, er ist Christ und missioniert und spricht auch mal mit seinen Engeln und er findet nix dabei die Kanaken zu züchtigen, wenn die mit falschen Engeln reden oder auch mal einen zu ermorden, wenn der partout nicht gehorchen will ... das ist Realismus pur, eigentlich bis heute ...